Wie gehe ich mit Zurückweisung um?

March 1, 2019

 

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Das Leben läuft nicht immer perfekt

Vielleicht ist in den letzten Wochen der Eindruck entstanden, dass bei mir im Leben immer alles perfekt läuft. Und weil ich nicht möchte, dass so eine Art von Eindruck entsteht, gebe ich heute offen und ehrlich zu, dass bei mir nicht immer alles glatt läuft im Leben. Und ein Beispiel für das nicht perfekte Leben ist das Thema der Zurückweisung und der Enttäuschung. Jeder hat dieses Gefühl wohl schon einmal erlebt: Du selbst möchtest für dein Gegenüber also für deinen Partner nur das Beste. Doch dein Partner erkennt das nicht und reagiert nicht so wie du dir das vielleicht erhofft hättest. Du bist enttäuscht, weil du zurückgewiesen wurdest. Und weil ich denke, dass jeder von euch diese Situation schon erlebt hat, ist es mir so wichtig darüber zu berichten. Es ist immer hilfreich im Leben positiv zu bleiben und eine optimistische Lebensweise zu führen. Nichts desto trotz ist es auch wichtig unschöne Themen einmal anzusprechen. Und das werde ich heute tun.

 

Enttäuschung und die zwei Welten

Warum sind wir enttäuscht? Nun ja, das hängt ganz oft damit zusammen, dass wir uns in zwei verschiedenen Welten aufhalten. Zum Beispiel könnte sich folgender Sachverhalt ergeben: Ich überlege mir in meiner Welt, dass mein Partner meine Hilfe jetzt gut gebrauchen könnte. Und mit Hilfe ist als Beispiel eine kleine Massage gemeint, ein in den Arm nehmen oder unterstützende Worte. Ich bin folglich voller Überzeugung, dass ich meine Hilfe nun an meinen Partner heranbringen muss, weil es ihm ja sicherlich helfen wird. Und deshalb tue ich das jetzt. Damit betrete ich die Welt meines Partners. Diese Welt sieht vielleicht wie folgt aus: Mein Partner hat gerade etwas Stress, weil eine Aufgabe nicht den Verlauf genommen hatte wie es geplant war. In Folge dessen möchte mein Partner nun noch etwas Zeit in die Hand nehmen und die Aufgabe in ordentlicher Weise zu Ende bringen, um damit psychisch für diesen Tag mit der Aufgabe abzuschließen. Und in diesem Moment trete ich in Erscheinung. Ich sehe, dass mein Partner gestresst ist und möchte ihm einfach nur ein bisschen mentale Unterstützung geben. Zum Beispiel möchte ich meinen Partner kurz in den Arm nehmen. Das ist aber so überhaupt nicht das, was mein Partner sich gerade wünscht. Bis er mit seiner Aufgabe fertig ist, möchte er lieber in Ruhe gelassen werden. Als logische Konsequenz weist er mich ab und ich bin enttäuscht.

 

Was ich jetzt in einem guten Absatz ausführlich beschrieben habe, spielt sich häufig so oder in ähnlicher Form im Alltag von Beziehungen innerhalb von kürzester Zeit ab. Die Lösung des Problems: Miteinander reden!

 

Kommunikation

Denn nur wer in einer Beziehung miteinander redet, kann Enttäuschungen vermeiden. Sagt offen und ehrlich zu euch, was ihr gerade möchtet und überlegt euch kurz gemeinsam wie ihr eure jeweiligen Interessen unter einen Hut bringen könnt. Jeder Partner sollte 5 Minuten für ein derartig offenes Gespräch haben – egal wie sehr er gerade im Stress ist. Und der jeweils andere Partner sollte sich vielleicht angewöhnen seinen Partner in solch einer Situation erst einmal nicht anzusprechen, sondern 5 Minuten, eine Stunde oder einen halben Tag abzuwarten. Denn den meisten kleinen Konflikten entgeht man, wenn kurz abgewartet wird bis „die Wogen geglättet sind“. Der jeweils andere Partner hat sich dann unter Umständen wieder etwas „beruhigt“ und ist zurück zu sich selbst gekommen. Dadurch ist er wieder kommunikationsfähig geworden und ihr könnt „alles in Ruhe“ besprechen. Es ist folglich ein gegenseitiges aufeinander zukommen: Der eine Partner lässt seinem Gegenüber ein wenig Zeit und der andere Partner versucht ein kurzes 5 Minuten Gespräch in seinen Ablauf einzubauen – einfach nur, um miteinander geredet zu haben.

 

Weitere Zurückweisungen und Enttäuschungen

Zugegeben, der oben beschriebene Fall ist schon relativ spezifisch. Im Allgemeinen gibt es noch viel mehr Formen der Enttäuschung und der Zurückweisung. Was ist zum Beispiel, wenn ich immer wieder etwas aufbringe für meinen Partner, aber kaum etwas zurückkommt und ich kaum eine Dankbarkeit für das verspüre, was ich getan habe? Auch hier gilt: Kommunizieren! Sage deinem Partner ganz offen und ehrlich wie du dich fühlst und was dich stört. Es war noch nie einem Menschen geholfen, wenn er nicht die Wahrheit erfahren hat. Auch wenn die Wahrheit „weh tun“ kann, ist sie die einzige Lösung für Probleme, die sich vielleicht schon seit längerem aufgebaut haben und in einer Enttäuschung der einen Seite oder sogar beider Seiten mündet. Nun weiterhin besteht selbstverständlich die Möglichkeit, dass ihr auch außerhalb einer Beziehung enttäuscht und vor allem zurückgewiesen werdet! Ich kenne das nur zu gut. Aber auch hier ist es nichts anderes, als dass zwei Welten aufeinander treffen. Deine und ihre oder deine und seine Welt. Und du in deiner Welt malst dir mehr aus für euch beide. Du versuchst bei deinem Gegenüber zu landen und dafür machst du unter Umständen die verrücktesten Dinge. Doch dein Gegenüber sieht das nicht, findet alles was du unternimmst lächerlich und sendet einfach keine Botschaft an dich zurück. Du wirst zurückgewiesen und du bist enttäuscht. In der Welt deines Gegenübers gibt es (noch) keinen Platz für dich. Wie gehst du damit um? Es ist eine Frage, die du dir ganz tief in dir drinnen selbst stellen musst: „Wie viel kann ich unternehmen und wie oft kann ich enttäuscht werden bis es mir zu viel ist und bis ich damit aufhöre?“. Es ist eine Frage wie wichtig dir die Beziehung, die Nähe zu dem anderen Menschen ist. Denn um einen Menschen „zu kämpfen“ ist sicherlich etwas, das Spaß machen kann und letztendlich geht es hier immer wieder um ein umwerben des Geschlechts der Begierde. Und das ist auch gut so und das sollst auch du so machen! Doch wenn nur nach dieser Regel in der Realität gehandelt wird, ist dem Ganzen keine Grenze gesetzt. Denn wenn das Umwerben und das sich Mühe geben dir einfach zu viel wird und dich im Großen und Ganzen nur noch unglücklich macht, ist es an der Zeit damit aufzuhören. Denn dann gibt dir das Ganze nichts mehr und wird dir auch in Zukunft nichts mehr geben. Es ist also eine ganze persönliche Frage: Wie weit willst du gehen und wie viel willst du aufbringen, um a) einen Partner für dich zu gewinnen oder um b) deinen Partner für dich zu behalten?

 

Und jetzt wünsche ich dir ganz viel Mut und Kraft für alle Enttäuschungen und Zurückweisungen, die du noch erfährst – auch wenn ich dir letzteres natürlich nicht wünsche. Denke immer daran: Jeder im Leben wird immer wieder einmal enttäuscht und zurückgewiesen. Die Frage ist jedoch eine andere: Wie gehst du damit um? Und wie kannst du damit umgehen, um tatsächlich glücklich zu werden? Ist es das Dranbleiben oder ist es das Aufgeben, das dich letztendlich glücklich macht. Ich wünsche dir viel ganz viel „bewusst werden“ dabei!

 

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