Wenig Wasser am Kreistag

October 26, 2018

Als Abteilungsleitung in unserem örtlichen Verein besuchte ich neulich den sogenannten „Kreistag“. Dort treffen sich die Vertreter einer Sportart von den umliegenden Vereinen im „Kreis“ und besprechen das ein oder andere Thema. Auch Beschlüsse werden getroffen und insgesamt bedarf es bei der ganzen Veranstaltung auch ein bisschen an Denkvermögen.

 

Dass das Denkvermögen höher ist, wenn Wasser zu sich genommen wird, ist glaube ich kein Geheimnis. Auch dass das Trinken von Wasser sonst nur positive Dinge mit sich bringt, ist glaube ich eine Wahrheit, die hier nicht zum 1000 Mal ausdiskutiert werden muss. Und, dass es an dem „Kreistag“ auch nicht wirklich darum geht viel Wasser zu trinken, um sein Denkvermögen zu erhöhen, ist glaube ich auch jedem klar.

 

Vielmehr geht es um darum, dass Wasser nicht getrunken wird. Und das nicht, weil die Leute nicht wüssten, dass Wasser gesund ist, sondern – wie ich glaube – weil die Leute einfach zu faul sind. Denn wenn ich mich in dem Raum, in dem der „Kreistag“ stattfand so umschaute, dann waren hier kaum Flaschen mit etwas Trinken darin zu erkennen. Um es eindeutig zu sagen: Von 20 Leuten waren zwei Personen (mich eingeschlossen) die einzigen beiden, die etwas zu trinken dabeihatten. Als Info muss dazu gesagt werden, dass der „Kreistag“ vormittags begonnen und anschließend nachmittags fortgesetzt wurde. Selbstverständlich konnte sich mittags ein Getränk gekauft werden und dies wurde auch getan. Doch rechnet man einmal über den Tag und geht davon aus, dass durchschnittliche Menschen einen Tagesbedarf von 2,5l Wasser haben, dann sind mittags 0,5l (und größer war das Trinkvolumen selten) viel zu wenig. Es sei denn die gleichen Menschen trinken in der Früh und abends jeweils noch einen Liter Wasser – das halte ich jedoch für unwahrscheinlich.

 

Wie dem auch sei, letztendlich ist diese Erfahrung nur ein kleiner Ausblick aus dem großen Ganzen und es ist auch nur meine bescheidene Wahrnehmung. Nichtsdestotrotz fand ich diese Beobachtung verwunderlich und erschreckend zugleich. So viele Menschen, über so eine lange Zeit und so wenig Trinken.

 

Nun ja, man kann Menschen nicht ändern. Es ist jedem selbst überlassen wie viel und auch was er trinkt. Anscheinend überzeugen die wissenschaftlichen Fakten die meisten Leute dabei nicht, denn vor allem bei dem Thema was man trinkt sind doch viele Leute weiterhin von ihren Süßgetränken et cetera als Standardgetränk und damit als Ersatz für Wasser (!) überzeugt.

 

Eines möchte ich euch zum Schluss noch mitgeben: Genauso wie jeder selbst entscheiden muss welche Flüssigkeit und wie viel davon er jeweils zu sich nimmt, genauso muss jeder am Ende auch mit den Konsequenzen leben. Und dies ist wichtig, dass ihr euch vor Augen führt: Was ich in meinen Körper hineingebe ist meine Entscheidung und weiterhin muss ich für meine Entscheidung später einmal auch die Verantwortung übernehmen. Also: Überlegt euch beim nächsten Mal zweimal, ob ihr lieber zum Wasser oder zum Süßgetränk greift. Denn es ist eure Entscheidung, euer Körper und vor allem ist es euer Leben, dass ihr da in 20 Jahren führen werdet – gesund oder weniger gesund.

Please reload

Aktuelle Einträge

September 6, 2019

Please reload

Archiv