Warum ihr immer langfristig denken solltet!

January 4, 2019

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Warum?

Heute gehen wir auf das Thema des langfristigen Denkens und Handelns näher ein. Kommen wir direkt zur essentiellen Frage: „Warum sollte ich langfristig denken und handeln?“. Nehmen wir an, dass du eine Entscheidung triffst, die dir auf kurze Zeit einen gewissen Nutzen oder einen Benefit bringt. Dann ist das sicherlich schön und es lohnt sich durchaus für diesen kurzen Abschnitt die Entscheidung in dieser Form zu treffen. Was ist jedoch mit dir und deiner Situation, wenn du nun einmal ein Jahr vorausschaust? Hat die eben getroffene Entscheidung dann noch irgendeine positive Auswirkung auf dich und dein Leben? Oder hat die jetzt getroffene Entscheidung eine eher negative Folge für deine Zukunft? Egal wie die Situation beschaffen ist: Stellst du dir diese Frage nicht, hast du keine Ahnung wie es in Zukunft um dich und deine Situation beschaffen ist. Denn unsere Taten und Gedanken im Jetzt bestimmen unsere Zukunft. Allein deswegen ist es folglich schon einmal wichtig langfristig zu denken, um sich bewusst zu machen wie die Zukunft ausfallen wird, wenn die Entscheidung entsprechend getroffen wird.

 

Lass die Taten auf die Gedanken folgen

Lass uns nun den Gedanken weiter spinnen: Nach dem langfristigen Denken folgt jetzt das langfristige Handeln. Das heißt: Wenn einem bewusst wird, dass die eben getroffene und kurzfristig Nutzen bringende Entscheidung langfristig einen negativen Effekt hat, dann ist es an der Zeit die Entscheidung und ihre jeweiligen Gründe, die verantwortlich für sie waren, zu evaluieren, um auf eine neue Entscheidung zu kommen. Dabei kann es natürlich sein, dass bei der neuen Entscheidung der Benefit auf kürzere Zeit geringer oder gar null ausfällt. Dies ist oft mit einem Gefühl der Unzufriedenheit und Nutzlosigkeit verbunden. Aber Achtung! Ihr dürft nicht vergessen, dass die neue Entscheidung euch langfristig und damit auch auf nachhaltige Weise in die Karten spielt. Ideal ist eine Entscheidung, die einen kurzfristigen Effekt besitzt und euch somit direkt einen Motivationsschub gibt, ihr größerer Anteil jedoch erst mit der Zeit zum Tragen kommt. Dann habt ihr etwas, das sich mit der Zeit entwickelt und zu einem richtigen Monster wird.

 

Monster, was?

Was meine ich mit Monster? Und damit sind wir beim nächsten Punkt angelangt: Der tatsächliche Nutzen des langfristigen Denkens. Denn sicherlich fragen sich an dieser Stelle viele von euch: „Was nützt mir denn dann nun der langfristige Effekt? Heißt das nicht einfach nur, dass ich erst später etwas zurückbekomme, was ich aber jetzt auch schon haben kann?“. Nein, das heißt es nicht. Der langfristige Nutzen bedeutet, dass ihr durch eure nachhaltig und langfristig orientierte Entscheidung einen größeren Nutzen habt als bei der kurzfristigen Entscheidung. Und zwar einen deutlich größeren Nutzen! Dieser kommt daher, dass ihr den Faktor Zeit auf eurer Seite habt. Denn langfristig denken heißt vor allem, dass ihr den Dingen Zeit gebt und nichts durch „schnell schnell“ erreichen wollt! Ihr gebt den Dingen damit eine gewisse Chance sich zu entwickeln und das ist verdammt wichtig. Noch einmal anders erklärt: Wenn ihr Entscheidungen trefft, die einen kurzfristigen Nutzen haben, dann ist das für den Moment schön, jedoch müsst ihr zu jedem Zeitpunkt in der Zukunft erneut diese Entscheidung treffen und vor allem müsst ihr die dazugehörige Tat erneut ausführen, um den gewünschten Nutzen zu erhalten. Und das immer und immer wieder. Ihr kommt nie davon weg. Manche nennen dies auch das Hamsterrad. Bei langfristig und nachhaltig orientierten Entscheidungen ist es dagegen so, dass euch die Entscheidung im jetzt auch an jedem Zeitpunkt in der Zukunft noch einen Nutzen beschert. Ihr fragt euch wie das möglich ist? Ganz „einfach“: Ihr müsst auf etwas im hier und jetzt verzichten, denn ganz ohne Preis bekommt ihr die langfristige orientierte Entscheidung natürlich nicht.

 

Beispiele

Damit das ganze Thema etwas weniger abstrakt wirkt, gebe ich nun ein paar Beispiele. In dem Bereich der Finanzen nennt es sich zum Beispiel „Zinseszins“. Ich verwende jetzt mein Geld, um damit mehr Geld zu verdienen. Ich verzichte folglich auf einen Teil meines Geldes. Dieses Geld kann dann dazu verwendet werden, um eine Rendite zu erwirtschaften. Das dadurch gewonnene Geld lasst ihr euch nicht auszahlen, sondern verwendet es erneut, um Geld zu erwirtschaften. Und so geht das weiter und weiter bis ihr einen riesigen Haufen an Finanzmitteln zusammen habt, den ihr ohne langfristiges Denken euch nicht einmal hättet träumen lassen. Und das ist die langfristig orientierte Entscheidung: Ihr habt im Jetzt auf etwas Geld verzichtet und zu jedem Zeitpunkt in der Zukunft bekommt ihr nun etwas zurück. Und das ein Leben lang (eine langfristig und nachhaltig orientierte Strategie der Geldanlage setze ich entsprechend der Umstände natürlich voraus). Gleich verhält es sich auch mit der Gesundheit. Es ist hier eins zu eins das Gleiche: Ihr verzichtet jetzt auf die Schokolade und mehrere positive Effekte werden in Zukunft folgen. Zu jedem Zeitpunkt werdet ihr ein bisschen gesünder und fitter auf den Beinen stehen und zu jedem Zeitpunkt werdet ihr von der Schokolade, die ihr dann esst, einen größeren Genuss verspüren, weil es ja etwas Besonderes für euch geblieben ist.

 

„Enthaltsames Leben ist langweilig“

Ein „Problem“, das als Gegenargument angeführt werden kann, ergibt sich hier natürlich: „Du sprichst von einem sehr enthaltsamen Leben und wenn ich immer wieder verzichte in meinem Leben, wann ist dann der Punkt in meinem Leben, an dem ich einmal genießen kann? Wann ist der Zeitpunkt gekommen, an dem ich den doch jetzt größer ausfallenden Benefit genießen kann?“. Diese Frage kann ich euch beantworten: Es ist die Kunst des Lebens einen Ausgleich zwischen dem Verzichten und dem bewussten Genießen einer Sache zu erschaffen. Es muss Zeitpunkte im Leben geben, bei denen auf etwas verzichtet wird und ebenso muss es die Zeitpunkte geben an denen sich bewusst etwas gegönnt wird. Es soll bewusst das Leben genossen werden! Nicht nur rackern und schuften und nie genießen, nein, das macht doch keinen Spaß und gesund ist es auch nicht.

 

Die Kehrtwende

Nun bleibt im Grunde nur noch die Frage zu beantworten wie viel genossen und wie viel verzichtet werden soll, um das Maximale heraus zu holen, um den größt möglichen positiven Effekt zu erzielen und einfach extrem glücklich und zufrieden zu sein. Daher die zentrale Frage: „Wo ist hier das richtige Mittelmaß und wie finde ich dieses?“. Das Mittelmaß findest nur du allein. Hier kann dir keiner helfen, denn du musst dich selbst fragen, wie es dir mit der jeweiligen Entscheidung geht. Frage dich, ob dich diese Entscheidung wirklich glücklich macht oder ob du nicht doch irgendwo im hintersten Eck die Vermutung hast etwas Dummes zu tun, das du eigentlich gar nicht möchtest? Sei ehrlich zu dir selbst. Belüge dich nicht selbst! Dein zukünftiges Ich wird dich hassen, wenn du immer unehrlich zu dir selbst warst. Und die Kehrtwende? Wo kommt die jetzt? Setzt euren gesunden Menschenverstand ein und besinnt euch auf die Ursprünge des Menschen. Leugnet nicht eure Abstammung. Und dann fragt euch: Ist es gesund sich kaum zu bewegen? Macht wenig Bewegung auf längere Zeit glücklich? Ist es gesund nicht nach höherem zu streben, sondern immer klein bei zu geben? Ist es gesund die eigenen „Schafe“ verkommen zu lassen und sie nicht sinnvoll zu verwenden, um in Zukunft mehr „Wolle“ zu besitzen? Kann es funktionieren mit verschwindend geringem Aufwand Unglaubliches zu erreichen? Die Antwort auf all diese Fragen sollte klar sein: „Nein“. Verwende die Grundzüge der Logik und des Verstandes und frage dich ernsthaft, ob es das schon gewesen sein kann in deinem Leben oder ob noch mehr möglich ist. Mehr Glück, mehr Zufriedenheit, mehr Erfolg, mehr Sorglosigkeit, mehr Liebe, mehr Geld – was auch immer du für dich als das Wichtigste einstufst. Frage dich auch, ob du Dinge bisher falsch gelernt hast und ob die Realität sich nicht anders verhält. Sei ehrlich zu dir selbst und gib dir selbst eine Chance ein richtig geiles Leben zu führen – du hast es verdient! Und nun die Kehrtwende: Sie besteht darin, dass ich dir sage, dass du in den allermeisten Fällen besser fahren wirst, wenn du auf dich selbst hörst und darauf achtest, was dir wirklich wichtig ist, als wenn du auf vermeintliche „Experten“ und Leute, die es doch nur gut mit dir meinen, hörst. Vor allem solltest du die allgemein geläufigen Meinungen und „Wahrheiten“ zu den jeweiligen Themen komplett ausblenden. Sie verzerren meist deine Situation und lassen dich Entscheidungen falsch treffen. Wenn du wirklich Hilfe bei Etwas brauchst, dann befasse dich intensiv und lange mit dem Thema und hole dir Informationen von Menschen, die wirklich Ahnung haben von dem, was sie tun.

 

Fazit

Zuletzt lass dir sagen: Die Vergangenheit holt dich immer wieder ein. Wenn du jetzt eine Entscheidung triffst, kannst du sie in der Zukunft nicht mehr rückgängig machen. Oder anders formuliert: Deine Situation in der Zukunft ist lediglich ein Abbild von deinen jetzt getroffenen Entscheidungen. Und wenn diese Entscheidungen nicht nachhaltig und langfristig gedacht sind, dann kannst du dir ausmalen wie deine Zukunft einmal aussehen wird. Zu jedem Zeitpunkt wirst du von deiner Vergangenheit eingeholt werden. Das Schöne dabei: Auch die guten Entscheidungen holen dich ein und liefern dir im neuen „Jetzt“ den gewünschten Nutzen, den du damals für dich geplant hattest.

 

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