"Reiche bekommen 10% und normale Leute nur 0,1%"

April 26, 2019

 

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Reden über Dinge, von denen man keine Ahnung hat

Dieser Blogartikel ist entstanden, weil ich meinem Vater und seinen Bekannten letztes Jahr im Sommer bei einem Gespräch über das Thema Geldanlage zugehört habe. Mein Vater meinte dabei in der Unterhaltung, in der es allgemein um Geld ging, dass „er neulich eine Reportage gesehen hätte und in dieser wurde gezeigt wie so ein Vermögensberater für Reiche, also Menschen mit mindestens 7-stelligem Vermögen, Geld in Fonds anlegt und dann so locker flockig 10% pro Jahr an Rendite macht und dies ja ganz schon unfair sei, weil wir einfachen Leute nur noch 0,1% pro Jahr auf das Sparbuch bekommen würden.“ Seine Bekannten pflichteten ihm zu und die kollektive Meinung war: „Die Welt ist doch unfair.“

 

Ich belehre dich eines Besseren

In diesem Moment konnte ich wirklich nur die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und leider gelang es mir nicht konstruktiv in das Gespräch einzusteigen, um einmal einige Dinge klar zu stellen. Nun ja, wenn nicht vor einem knappen Jahr, dann mache ich das halt jetzt: Ich möchte dir aufzeigen wie es sich tatsächlich verhält und wie offensichtlich plakativ und manipulierend die Reportage gewesen sein muss, die mein Vater gesehen hat. Zunächst einmal sei gesagt, dass ein absoluter Apfel-Birnen-Vergleich gezogen wurde: Mein Vater hat das Investieren in Aktienfonds mit dem Anlegen von Geld auf ein absolut risikoloses Sparbuch verglichen. Diese beiden Anlageformen kann man so in der Form nicht vergleichen. Wie du vielleicht aus früheren Blogartikeln weißt, gibt es nur Rendite, wo auch Risiko vorherrscht. Die groben 10% Rendite pro Jahr wurde also durch eine risikobehaftete Anlage in Aktien, genauer in Aktienfonds, erwirtschaftet. Und in solche Aktienfonds kann JEDER Privatanleger sein Geld investieren, so wie er das möchte oder nicht. Wenn ein Privatanleger dies tut sind auch hier selbstverständlich 10% pro Jahr möglich (je nachdem welche Art der Rendite man hier angibt, wie die Marktlage ist, wie das Portfolio aussieht, wie die Kosten sind und so weiter!). Und im Umkehrschluss bekommt ein reicher Mensch auf einem Sparkonto ebenso nur 0,1% pro Jahr und diesen Prozentsatz meist nur auf die ersten 100.000€! Aktien und Sparbücher machen nämlich keine Unterschiede zwischen reichen und armen Menschen – jeder kann mit diesen Anlageformen Geld erwirtschaften oder Geld über längere Zeit verlieren. Es ist nicht entscheidend, ob du reich oder arm bist, sondern deine Strategie und dein „Money-Mindset“ sind entscheidend!

 

Weitere Möglichkeiten

Ja aber natürlich nicht nur der Aktienmarkt eignet sich als Anlageform, um höhere Renditen als 0,1% pro Jahr abzugreifen, sondern auch der Immobilien- oder der P2P-Markt. Erst letzte Woche habe ich mit einer Bekannten gesprochen, die mir erzählt hat, dass sie und ihr Mann durch den Kauf und 2 Jahre späteren Verkauf einer Wohnung eine Rendite von circa 10% pro Jahr erzielt haben. Es ist also offensichtlich möglich! Man muss nur wissen wie! Das Wissen ist heutzutage jedoch nicht mehr verschlossen in irgendwelchen Bibliotheken, zu denen nur die Oberschicht oder Reiche Zugang haben, sondern JEDER kann heutzutage auf das entsprechende Wissen zugreifen. Die Investitionssumme betrug in dem obigen Fall 200.000€, um die Wohnung anfangs zu kaufen. Wem das für den Anfang etwas zu viel Geld ist, der kann sein Geld in P2P-Kredite investieren. Auch diese Anlageform habe ich bereits einmal in der Vergangenheit erklärt. Kurz gesagt: Du leihst anderen Menschen Geld und bekommst dafür eine Rendite. Ich selbst betreibe diese Anlageform nun seit einem Jahr mit 1000€ Investitionssumme und bin bei einer stolzen Rendite von etwas über 10% pro Jahr! Aber auch mit deutlich geringeren Summen von zum Beispiel 100€ ist ein Einstieg hier möglich. Ein Zeitraum von einem Jahr ist nicht sonderlich viel, jedoch kenne ich Menschen, die diese Anlageform seit mehreren Jahren betreiben und ebenso Renditen im 2-stelligen Prozentbereich erzielen. Was du bei all diesen Anlageformen natürlich nie vergessen darfst ist, dass ein Schuss auch einmal nach hinten losgehen kann, das Risiko sich also zeigen kann. Aus diesem Grund empfehle ich nie alles auf eine Karte zu setzen!

 

Fazit

Der heutige Blogartikel war etwas weniger detailliert, sondern eher ein grober Überblick über das, was möglich ist und ich hoffe für dich eine „Augenöffner“. Ich möchte dir mitgeben, dass du dich nicht von der allgemeinen kollektiven Meinung, dass doch „alles so unfair sei“ beeinflussen lassen solltest, denn das bringt dich in deiner Entwicklung keinen Schritt weiter! Lästern und oberflächlich unterhalten mag vielleicht im Moment des Gesprächs Spaß machen, aber längerfristig wirst du durch solch ein Verhalten nicht glücklich! Verbringe lieber Zeit mit Menschen, die sich mit einem Thema wirklich auskennen und die dir helfen und zeigen können wie etwas funktioniert von dem du willst, dass es funktioniert! Greife auf das heute verfügbare Wissen zu und bringe deine Finanzen auf Vordermann. Ich glaube an dich!

 

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