Raus aus der Komfortzone

May 17, 2019

 

Für den dazugehörigen Podcast HIER klicken! (siehe "KW20 - ...")

 

Raus mit dir!

Heute geht es einmal um das, was jeder kennt und was jeder hegt und pflegt wie sein eigenes Kind: Die Komfortzone! Ja, heutzutage ließ man Einiges darüber, dass man die Komfortzone verlassen soll und Sprüche wie „Great things never come from comfort zones“. Und weiß du was: Ich kann dem nur zu 100% zustimmen. Dennoch möchte ich heute auch einmal auf das Thema eingehen welche Nachteile es beherbergt außerhalb der Komfortzone unterwegs zu sein und wie schwierig es sein kann diese zu verlassen. Als Kontrast werde ich jedoch auch über die Vorteile schreiben. Und als logische Konsequenz werde ich natürlich auch darüber schreiben wie nach und nach die Komfortzone verlassen werden kann, wenn dies gewünscht wird.

 

Was willst du?

Und damit sind wir schon beim ersten entscheidenden Punkt: Die Frage „Was willst du?“. Willst du deine Komfortzone verlassen und das, weil du Bock darauf hast? Oder willst du deine Komfortzone eigentlich gar nicht verlassen und probierst es aber trotzdem, weil alle sagen „Das Leben ist so toll außerhalb der Komfortzone“. Wenn Letzteres der Fall ist, lass dir gesagt sein: Lasse dich nicht von irgendwelchen Massendynamiken und Gruppenzwängen bewegen und versuche krampfhaft die Komfortzone zu verlassen, weil die Sprüche in den Social Media oder deine Freunde dich damit nerven. Denn, wenn du das eigentlich gar nicht willst – glaub mir – dann ist das Verlassen der Komfortzone nicht so rosig wie alle sagen. Nein, du musst es schon wollen. Und wirklich wollen tust du es erst, wenn dich der Gedanke daran nicht mehr loslässt. Immer und immer wieder kommt der Gedanke in deinem Kopf auf „man, das oder das könnte ich doch einmal ausprobieren“. Wenn dies der Fall ist, bist du hier und jetzt genau richtig!

 

Step Two

Der erste Schritt ist also getan, du weißt was du willst. Schritt Nummer 2 ist nun das Festlegen bei was du die Komfortzone verlassen möchtest, also in welchem Bereich deines Lebens du die Komfortzone verlassen möchtest. In Schritt Nummer 1 solltest du ja bereits diesen ständigen und nicht mehr aufhörenden Gedanken im Kopf gehabt haben, der davon handelt, dass du doch eine bestimmte Sache einmal ausprobieren solltest. Es geht also um etwas, das du bisher nicht gemacht hast, das dir eine gewisse Überwindung abverlangt und vor dem du einen gewissen gesunden Respekt oder sogar Angst hast. Und wenn du nun noch etwas weiter über deinen Gedanken nachdenkst, kommst du bereits auf die Sache, bei der du konkret einmal die Komfortzone verlassen könntest. Nicht könntest, sondern kannst! Ganz wichtig an dieser Stelle: Verwende so wenig Konjunktive wie möglich. Das programmiert dein Unterbewusstsein auf „Machen“ und nicht auf „Ich lasse es lieber“. Schritt 2 ist damit erledigt.

 

Nummer 3

Bevor du nun tatsächlich ins Handeln kommst, solltest du dir in Schritt 3 zuerst noch überlegen wie du dir das Leben einfacher machen kannst. Was heißt einfacher? Du teilst die tatsächlichen Dinge, die du dir vornimmst zu tun, auf oder du schwächst sie etwas ab. Was meine ich damit: Zu Beginn kann es zum Beispiel schwierig sein (und schlimmer Weise so schwierig, dass du nie ins Handeln kommst) dein Verlassen der Komfortzone vor ganz vielen Leute zu tun. Nehmen wir an du möchtest dich selbst filmen und ein Video von dir aufnehmen. Für den Anfang ist es hilfreich, wenn du das Video bei dir im Zimmer allein aufnimmst. Als nächsten Schritt sitzt dein Partner oder deine Partnerin neben dir, dann gehst du spazieren dabei und zuletzt nimmst du das Video inmitten der Fußgängerzone auf! So steigerst du nach und nach die Schwierigkeit und verlässt Stück für Stück deine Komfortzone etwas mehr. Wenn du denkst dieses Vorgehen ist nur für Versager oder Schwache: Jeder hat so angefangen und auch die sehr – in Bezug auf das Verlassen der Komfortzone – erfolgreichen Menschen haben einmal mit kleinen Exkursen außerhalb ihrer Komfortzone begonnen. Kein Mensch kommt als tapfere Persönlichkeit auf die Welt!

 

Letzter Schritt

Ja und wenn du jetzt weißt wie deine aufgeteilten, kleineren Schritte aus Nummer 3 aussehen, bleibt als letzten Punkt nur noch Eines übrig: MACHEN!

 

Nachteile

Okay, Schritt 4 war kurz, denkst du dir. Richtig, denn „machen“ kannst nur du es allein – dabei kann dir keiner helfen! Deswegen kommen wir jetzt zu den „Nachteilen“ des Verlassens der Komfortzone. Nun ja, Nachteile in Anführungszeichen, weil ich der festen Überzeugung bin, dass längerfristig keine Nachteile beim Verlassen der Komfortzone entstehen (ausgenommen sind gesundheitlich stark risikoreiche Aktionen, bei denen du nachhaltig deinem Körper, also deinem Geist und deiner Physis schaden könntest, auch Mutproben genannt – von solchen dummen Aktionen raten wir klar ab!). Doch nun zurück zu dem, was dich erwartet, wenn du die Komfortzone verlässt: Es ist das Gefühl der Unsicherheit. Dieses Gefühl ist nicht schön und kann manchmal in ein Gefühl der starken Liebesbedürftigkeit münden. Es ist in Ordnung, wenn du solche Gefühle verspürst. Lass dich von deinen Liebsten einmal in den Arm nehmen und etwas Motivierendes sagen und dann hat sich die Sache wieder. Schließlich bleibst du nicht ewig außerhalb deiner Komfortzone und wenn einmal zurück in ihr bist, wird das Gefühl der Sicherheit schnell wieder zurückkommen. Ansonsten kann ich im Grunde keine Nachteile feststellen. Weiß du vielleicht noch welche?

 

Vorteile

Ganz klar überwiegen dagegen die Vorteile: Beim Verlassen der Komfortzone kannst du nur selbstbewusster werden, du wirst Erfahrungen machen, die du vorher nie gemacht hast, du wirst Gefühle verspüren, die du vorher nicht verspürt hast (überwiegend positive) und zuletzt wirst du nach der Situation des Verlassens der Komfortzone ein gewisses „magisches“ für dich  ganz besonderes Gefühl verspüren und beim späteren Zurückdenken an diese Situation immer ein kleines Lächeln auf den Lippen haben.

 

Fazit

Abschließend kann noch hinzugefügt werden: Verlässt du einmal die Komfortzone und empfindest währenddessen und danach alles andere als positive Gefühle und Freude, dann war das ganze Wohl einfach nichts für dich. Aber keine Angst: Geschadet hat es dir längerfristig auf jeden Fall nicht. Nein, längerfristig hast du ganz sicher einen Nutzen davon gezogen. In diesem Moment merkst du dies vielleicht einfach nicht, weil du noch nicht so weit bist dies zu erkennen. Nichts desto trotz solltest du dir bei wenig positiven Gefühlen einmal überlegen, ob du das Verlassen der Komfortzone in Zukunft nicht anders gestalten kannst. Denn glücklich sollte dich das Verlassen der Komfortzone letztendlich schon machen. Wenn nicht, hat die Aktion ihr Ziel verfehlt! Und jetzt wünsche ich dir ganz viel Erfolg beim Verlassen deiner Komfortzone – egal wie klein oder groß sie auch sein mag: Vertraue mir – es lohnt sich.

 

Ähnliche Artikel:

Sport – aber richtig

Der Teufelskreislauf nach oben

Das süße kleine Entgegenkommen

"Und ihr lacht sie noch aus!"

Schlagwörter:

Please reload

Aktuelle Einträge

September 6, 2019

Please reload

Archiv