Je früher, desto besser

October 12, 2018

Habt ihr euch schon einmal Gedanken darüber gemacht wie früh ihr mit der Altersvorsorge anfangen solltet? Lohnt es sich bereits früh anzufangen? Oder hat man in jungen Jahren eh so wenig Geld, dass es sich gar nicht lohnt den höchstwahrscheinlich nur geringen Betrag zu sparen?

 

Egal ob für die Altersvorsorge, den Hausbau, sonstige Anschaffungen, finanzielle Freiheit oder ein Vermögen zur freien Verfügung - wer Geld ansparen möchte, der sollte früh anfangen. Denn umso früher angefangen wird, desto einfacher ist es den gewünschten Betrag zu erreichen. Und das nicht nur, weil man bei früherem Beginn mehr Zeit hat und dadurch der monatlich nötige Sparbetrag geringer ist, sondern auch, weil der Zinseszinseffekt stärker wirkt. Vorausgesetzt wird natürlich, dass das Geld nicht nur gespart, sondern auch angelegt und investiert wird und die erhaltenen Zinsen reinvestiert und nicht ausgeschüttet werden.

 

Um obige Behauptung zu untermauern und Argumente zu liefern, kann sich folgendes Diagramm angeschaut werden:

Wir verwenden das Beispiel der Altersvorsorge, weil mit dieser sich wohl die meisten identifizieren können. Einmal wird mit 30, einmal mit 40 und einmal mit 50 begonnen für den Ruhestand mit 65 zu sparen - und zwar 25€ pro Monat. Grundlage der Berechnungen ist die Annahme, dass die jährliche durchschnittliche Rendite (auch interner Zinsfuß genannt) nach Gebühren, Steuern und Inflation 5% beträgt und die erhaltenen Zinsen reinvestiert werden. 5% pro Jahr - denken sich nun viele - ist doch ziemlich viel. Wo bekomme ich heute noch so viel Rendite? Die Antwort: Anlegen und Investieren. Nun zur Graphik: Es ist klar zu erkennen, dass bei dem Verlauf "Beginn mit 30" am Ende fast das Doppelte gespart ist, als wenn erst in einem Alter von 40 begonnen wird. Das fast gleiche gilt für den Vergleich zwischen "Beginn mit 40" und "Beginn mit 50". Nun ja, dass am Ende mehr rauskommt, wenn mehr eingezahlt wurde, ist logisch. Das ist nichts Verwunderliches.

 

Um also besser aufzuzeigen wo der Vorteil bei früherem Beginn liegt, ist in folgender Tabelle gezeigt wie viel Prozent des "Vermögens mit 65" selber eingezahlt wurde und wie viel Prozent des Vermögens die Zinsen ausmachen:

Es ist klar zu erkennen, dass bei einem "Beginn mit 30" der Anteil des selbst eingezahlten Geldes bei nur 39% liegt. Der Rest wurde durch Zinsen erwirtschaftet (61%). Bei einem "Beginn mit 40" wurden dagegen nur 48% des Vermögens durch Zinsen erwirtschaftet. Bei einem "Beginn mit 50" sind es gerade einmal lächerliche 30%, die erwirtschaftet wurden - gerade einmal die Hälfte vergleicht man es mit dem "Beginn mit 30"! Dieser Effekt nennt sich Zinseszinseffekt. Und wie ihr seht ist dieser nicht unbeachtlich.

 

Auch überzeugen die absoluten Werte: Bei einem "Beginn mit 30" für den Ruhestand 27.000€ mehr zu haben als diejenigen, die ihr Geld nicht investiert und angelegt haben, ist beachtlich. Und das, wenn man bedenkt, dass dazu gerade einmal 25€ monatlich gespart werden mussten. Ein Betrag, auf den jeder verzichten können sollte.

Übrigens: Wenn ihr wissen wollt wie viel ihr mit 65 Jahren bei einer monatlichen Sparrate von 50€ habt (restliche Annahmen bleiben gleich), dann müsst ihr lediglich den Endbetrag (27.000€) mal 2 nehmen. Bei 100€ pro Monat mal 4 und so weiter...

 

Je früher ihr also anfangt auf etwas zu sparen (Altersvorsorge, Hausbau, ein Vermögen, et cetera), desto weniger müsst ihr dafür selbst aufbringen. Je früher ihr anfangt, desto mehr wird das Geld aufgrund eurer Investition oder eurer Anlage für euch erwirtschaftet und ihr müsst dieses Geld nicht selbst einzahlen. Kurzum: Je früher, desto besser!

 

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