Haus kaufen oder Wohnung mieten?

August 23, 2019

 

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Es ist individuell

Ob ein Haus oder eine Wohnung gekauft werden sollte oder alternativ ein Haus oder eine Wohnung gemietet werden sollte, ist eine ganz individuelle Frage, deren Antwort unter anderem von folgenden Faktoren abhängt: Dem Standort der zu erwerbenden Immobilie mit seinen zugehörigen Standortfaktoren wie Lage, Verkehrsanbindung, Geräuschkulisse, gesundheitliche Aspekte, Zukunftspläne der Stadt oder von Investoren für die jeweilige Region, natürliche Faktoren et cetera. Weiterhin ist die Beantwortung der Frage von der aktuellen Marktlage abhängig und den daraus resultierenden Kreditaufnahmebedingungen beziehungsweise allgemeiner gesagt, den Finanzierungsmöglichkeiten, die dann wiederum von den eigenen finanziellen Verhältnissen abhängen. Zuletzt ist also die eigene finanzielle Situation und wie diese in Zukunft planmäßig verlaufen soll und wie sie unter Umständen abweichen kann, ein entscheidender Faktor dafür, ob besser eine Wohnung gemietet oder ein Haus gebaut werden sollte. Um in erster Instanz überhaupt erst einmal festzulegen, was „besser“ bedeutet, gehen wir von folgender Situation aus: Es wird sich überlegt jetzt ein Haus oder eine Wohnung für den Eigenbedarf zu kaufen oder doch lieber in eine Mietswohnung oder in ein Mietshaus zu ziehen. Dabei soll sich überlegt werden, welche Option von beiden sich finanziell gesehen mehr lohnt. Wir werden uns im Folgenden also nicht auf den Aspekt konzentrieren, ob das Leben schöner in einer gekauften oder gemieteten Immobilie ist und welche Vor- und Nachteile dies mit sich bringt, sondern rein den finanziellen Aspekt betrachten und uns überlegen wie man herausfindet mit welcher Option man am Ende mit mehr Geld dasteht.

 

Diverse Überlegungen

Es ist also zunächst einmal wichtig zu wissen, wie die individuelle Situation aussieht. Mache dir dazu eine Übersicht über deine Finanzen, sprich über deine Einnahmen und Ausgaben und über dein aktuelles Vermögen. Überlege dir wie du in Zukunft leben möchtest, was deine Ziele und Erwartungen vom Leben sind und was all dies circa kosten wird. Kannst du dies nicht alleine, hole dir Menschen dazu, die dich dabei unterstützen können. Weiterhin solltest du dies vor allem bei dem Betrachten der potenziellen Immobilie tun. Finde sämtliche Faktoren heraus, die den Immobilienwert nach oben oder nach unten treiben könnten, und überlege dir wie sich der Preis der Immobilie entwickeln könnte. Frage dich: Steht meine Immobilie an einem „guten“ oder an einem „schlechten“ Standort? Und zuletzt betrachte den aktuellen Markt der Immobilien und der Finanzen. Wie günstig oder wie teuer ist es ein Haus zu bauen? Wie günstig oder wie teuer ist es ein Haus oder eine Wohnung zu kaufen? Wie viel kostet es dich dir Geld zu leihen? Wie hoch sind die Zinsen hierfür und wie wird dies in 10 oder 20 Jahren sein? Wie sehen die sonstigen Bedingungen bei Aufnahme eines Kredits aus? Wie viel Miete müsstest du für eine Wohnung oder ein Haus bezahlen, das vergleichbar zum Kauf oder dem Neubau einer Immobilie ist? Wie hoch ist im Vergleich dazu der monatlich abzubezahlende Kreditbetrag? Wie wird dies in 10 oder 20 Jahren sein? Wie hat sich der Markt in der Vergangenheit entwickelt? Wie sehr sind die Preise gestiegen oder gesunken? Sind Immobilien aktuell über- oder unterbewertet in der jeweiligen Region, in der du eine Immobilie kaufen willst? Zugegeben, das sind viele Fragen. Doch es ist unabdingbar, dass du diese beantwortest! Kannst du dies nicht alleine, hole dir Expertenwissen ein – per Internet durch diverse Informationsquellen oder im direkten Austausch mit konkreten Experten.

 

Was wichtig ist

Nun fragst du dich vielleicht: Warum dieser ganze Aufwand? Diese Frage kann ich dir beantworten: Weil es einen enormen Einfluss auf deine finanzielle Gesamtsituation in deinem Leben hat. Werden bei der Entscheidung „Kaufen oder Mieten?“ gravierende Fehler begangen, zieht das große finanzielle Folgen nach sich, denen du dir aktuell nicht bewusst bist und die du vielleicht auf direkte Weise nicht merkst, die sich jedoch indirekt beim Abfallen oder sogar Ausbleiben deines Wohlstandes bemerkbar machen. Wichtig für dich ist also zu wissen, dass die Entscheidung über „Kaufen oder Mieten?“ eine Entscheidung ist, die über mehrere Jahre hinweg getroffen werden sollte und nicht in einem halben Jahr oder weniger. Weiterhin ist wichtig für dich, dass du dir bewusst machst, dass du beim Erwerben einer eigengenutzten Immobilie niemals eine Investition, sondern einen Luxus tätigst. Investieren in etwas hat niemals damit zu tun die investierte Sache selbst zu nutzen und ihr dadurch einen Wertverfall zukommen zu lassen. Dies ist ganz wichtig für dich zu verstehen. Ja, es mag durchaus so sein, dass es im Endeffekt „günstiger“ ist eine Immobilie zu kaufen als eine vergleichbare Immobilie zu mieten. Jedoch hat das Eigennutzen dieser Immobilie dann trotzdem nichts mit Investieren zu tun. Nichts desto trotz ist es wichtig alle obigen Faktoren und offenen Fragen gründlich zu behandeln, um keine finanzielle Fehlentscheidung zu treffen.

 

Echte Investitionen

Wird dagegen eine Immobilie nicht für den Eigengebrauch gekauft, sondern um diese gewerblich zu nutzen, sprich zu vermieten, kann von einer Investition gesprochen werden. Auch das Kaufen von wohl ausgewählten Aktien ist eine Form des Investierens. In beiden Fällen wird vorausgesetzt, dass man sich „mit der Materie“ auskennt, also ein gewisses Wissen über die jeweiligen Investitionsmöglichkeiten besitzt. Anderenfalls handelt es sich lediglich um eine Spekulation und keine Investition. Und warum erzähle ich dies nun an dieser Stelle? Weil viele Menschen leider denken sie würden mit ihrer selbst genutzten Immobilie eine Investition tätigen. Nein, es ist etwas Eigengenutztes, wie ein Auto oder eine Haushaltsgerät. Solche Käufe sind nie Investitionen, sondern immer Nutzgegenstände für den Alltag. Will man sein Geld investieren, empfiehlt es sich aus diversen Gründen als Alternative zum Kaufen einer eigengenutzten Immobilie in Aktien zu investieren. Diese diversen Gründe sind: Mit Aktien kann das investierte Geld extrem gut gestreut werden. Es ist nicht lokalisiert wie bei dem Erwerb EINER Immobilie. Ferner ist der Name „Immobilie“ nicht zufällig gewählt, denn Immobilien lassen sich deutlich schwieriger und mit größerem Aufwand verbunden veräußern als Aktien, vor allem wenn die Immobilie selbst genutzt ist. Besteht also in Zukunft einmal die Möglichkeit eine andere Investitionsmöglichkeit zu wählen, weil diese lukrativer ist, wird dies bei Aktien einfacher möglich sein als bei (selbst genutzten) Immobilien. Ferner ist ganz klar gezeigt, dass eine sinnvolle Streuung von Aktien auf verschiedenste Märkte, Unternehmen et cetera eine deutlich höhere Rendite abwirft als das Erwerben von einer oder mehrerer Immobilien. Dies ist auch logisch: Immobilien schaffen den Mehrwert, dass sie Menschen einen Wohnraum ermöglichen, hinter Aktien stehen Unternehmen, die zahlreiche Mitarbeiter haben, die jeden Tag versuchen einen neuen Mehrwert für verschiedenste Menschen zu schaffen. Es ist nur logisch, dass Aktien eine höhere Rendite aufweisen müssen als Immobilien.

 

Fazit

Ich empfehle dir also: Überlege dir 2-mal, ob sich eine „Investition“ in eine eigengenutzte Immobilie wirklich lohnt. In den allermeisten Fällen handelt es sich lediglich um ein Luxusprodukt und das Anheben des Wohlstandes. Willst du dagegen dein Geld investieren und vermehren, solltest du dich nach Alternativen umschauen. Und zuletzt ist es natürlich wichtig sich bei der bewussten Entscheidung für das Anheben des Wohlstandes damit ausführlich zu beschäftigen, ob dieser Wohlstandsanstieg billiger durch den Kauf oder durch das Mieten einer Immobilie erreicht werden kann. Ich wünsche dir viel Erfolg dabei!

 

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