Eigenverantwortung bei Angeboten übernehmen!

February 1, 2019

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Angebote sparen euch kein Geld

„Was? Bei Angeboten spare ich kein Geld?“ – nun ja, das hängt natürlich davon ab wie du für dich „Geld sparen“ definierst. Meine Definition ist Folgende: Geld sparen ist das regelmäßige Zurücklegen definierter Geldbeträge, was dazu dient einen finanziellen Puffer aufzubauen. In Blogartikel Nummer 3 „Was heißt Geld sparen?“ hatte ich geschrieben, dass „Geld sparen“ bedeutet sich an einen Zustand zu gewöhnen, bei dem es normal ist auf sein Geld zu achten und nicht die Ausnahme. Diese „Definition“ nennen wir nun die „weiche“ Definition, die obige in diesem Blogartikel gegebene Definition nennen wir die „harte“ Definition. Nach der harten Definition ist das Ausgeben von Geld für ein Produkt (und dies ist unabhängig davon, ob das Produkt günstiger ist als normal oder nicht) KEIN „Geld sparen“, sondern ein „Geld AUSGEBEN“! Nach der weichen Definition ist das Kaufen eines reduzierten (!) Produkts „Geld sparen“, da ja auf den Preis geachtet wird und extra das Produkt gekauft wird, wenn es günstiger ist. Du merkst, wir laufen auf ein Paradoxon hinaus: Spare ich jetzt Geld beim Kaufen eines Angebotes oder nicht? (Diese Fragestellung mag manch einem lächerlich und irrelevant erscheinen, jedoch ist psychologisch betrachtet die Frage höchst interessant und wichtig für dein Kaufverhalten in der Zukunft.)

 

Das Paradoxon wird erklärt

Nicht umsonst ist eine „Paradoxon“ ein Scheinwiderspruch. Ein tatsächlicher Widerspruch liegt folglich nicht vor. Warum? Wenn ein Produkt nur aus dem Grund gekauft wird, weil es reduziert ist, jedoch keinerlei tatsächliches Bedürfnis nach dem Produkt besteht, dann wird bei dem Kauf des Produktes im Angebot KEIN Geld gespart. Schließlich wurde Geld ausgegeben für etwas, das nicht benötigt wird und somit dem Käufer, also dir, auch keinen Nutzen bringt. Wird dagegen ein reduziertes Produkt gekauft, bei dem der Bedarf nach dem Produkt vorhanden ist, wird sich selbstverständlich „Geld gespart“, da das Produkt ja ohnehin hätte gekauft werden müssen und der Nutzen für den Käufer, also dich, vorhanden ist.

 

Beispiel

Beispiel 1: Du siehst ein reduziertes Produkt im Laden. Dieses Produkt willst du bereits seit Längerem schon kaufen und es bietet dir einen klaren Nutzen -> Kaufe es und du sparst dir Geld. Beispiel 2: Du siehst ein reduziertes Produkt im Laden und denkst dir: „Ach, so günstig! Na, das nehme ich doch einmal mit.“ -> Kaufe es und du hast „Geld ausgegeben“ und KEIN Geld gespart.

 

Fazit

Durch die zwei Beispiele dürfte klar geworden sein worin der essentielle Unterschied zwischen „Geld sparen“ und NICHT „Geld sparen“ besteht. Im ersteren Fall gibt es das Produkt, das du für dich in deinem Leben benötigst, günstiger und im zweiten Fall kaufst du ein Produkt rein aus dem Grund, weil „es gerade im Angebot“ war. Wähle in deiner Praxis ausschließlich ersteren Fall und du kannst dir sicher sein, dass du dir „Geld sparst“ – egal ob du nach weicher oder harter Definition des Geldsparens gehst. Zudem dürfte klar geworden sein welche Psychologie hinter den Überlegungen steckt: „Lasse ich mir durch die Werbungen und Angebotsschilder einreden ich hätte Geld gespart oder definiere ich selbst wann ich Geld gespart habe?“. Dass letzterer Fall deinen Geldbeutel spart ist klar, aber auch die Ehrlichkeit zu dir selbst ist höher und letztendlich kannst du bewusster leben, wenn die Entscheidung über „Geld sparen oder nicht“ selbst getroffen und nicht der „Werbeindustrie“ überlassen wird.

 

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