Die richtige Einstellung ist das A und O

August 3, 2018

Was ist die richtige Einstellung im Leben? Gibt es die eine Einstellung, die alles überwiegt und immer gültig ist, zeit- und ortsunabhängig?

 

Die Antwort liegt auf der Hand: Nein. Doch stimmt das? Dürfen wir einfach sagen "Nein"? Dürfen wir es uns so einfach machen? Oder können wir ein Prinzip im Leben finden, dass über allem liegt und unser Handeln bestimmt und gleichzeitig uns bei diesem Prinzip nie langweilig wird und wir nicht sagen: "Och ne, immer soll ich lieb und nett sein. Ich hab jetzt aber keinen Bock lieb und nett zu sein!". Eine Einstellung, die einen letztendlich nicht zu so einem Schluss kommen lässt, gilt es zu finden.

 

Manchmal lassen wir Dinge schleifen, haben einfach keine Lust und denken uns: Wozu das Ganze? Na gut, nach dem Sinn des Lebens können wir in einem anderen Artikel suchen. Jetzt erstmal zur richtigen Einstellung:

 

Wir suchen also ein Prinzip, dass wir mit der Zeit nicht öde finden und das wir immer wieder neu für uns entdecken können. Es darf also nichts Statisches sein. Und das ist der erste wichtige Punkt: Der Mensch steht seit je her in einem Dilemma. Jeder sehnt sich nach Sicherheit, Geborgenheit, etwas, mit dem er planen kann, woran er sich halten kann. Sich von diesem Gedanken loszulösen ist Schritt 1. Ein jeder muss für sich realisieren, dass nichts, aber absolut gar nichts, in unserer Welt oder meinetwegen im gesamten Universum statisch ist und dass man sich auf nichts und niemand und nicht einmal sich selber verlassen kann. Nichts ist sicher, alles ist unsicher. Das ist der erste wichtige Punkt, den sich jeder vor Augen führen muss, um ein Prinzip, eine Einstellung im Leben zu entwickeln, die darüber steht.

 

Und ja, nicht einmal auf sich selber kann man sich verlassen. Stelle dir vor du willst morgen den 100m-Sprint gewinnen, doch dein Körper überlegt sich heute krank zu werden. Du liegst mit schlimmster Grippe im Bett. Den Sprint kannst du wegen mir antreten, aber gewinnen wirst du wohl eher nicht. Schließlich sind alle anderen Wettbewerber mindestens so fit wie du und gesund sind sie eben!

Sich also vor Augen zu führen, dass jederzeit der eigene Körper zum Teil oder komplett ausfallen kann, ist sehr wichtig. Nicht nur körperlich. Nein, auch geistig. Entweder durch eine schlimme psychische Krankheit, einem Unfall oder sonstigen Vorfällen. Doch wir müssen nicht einmal von den schlimmsten Dingen ausgehen. Nein, unser Gehirn, unsere Psyche kann auch einfach einmal erschöpft und müde sein. Und manchmal wissen wir nicht genau warum. Doch wir möchten weiterarbeiten und fragen uns: "Warum gerade jetzt bin ich müde, unkonzentriert oder sogar lustlos?". Ja, sogar Lustlosigkeit kann es dann geben. Obwohl man sich doch gestern oder erst vor 5 Minuten noch vorgenommen hatte durchzustarten. Doch jetzt plötzlich hat das Ding da oben einfach keine Lust mehr! Nervig!

 

Man merkt: Sich auf den eigenen Körper zu verlassen, kann zu Problemen führen. Und zwar, dass der eigene Körper einen enttäuscht!

Jetzt werden viele sagen: "Ja, hahaha, soll ich mich jetzt wohl nicht mehr auf den eigenen Körper verlassen? Was habe ich denn dann noch?" Stimmt. Ist Bullshit.

Selbstverständlich muss man sich auf seinen Körper verlassen, schließlich hat man gar keine andere Wahl. Man verlässt sich auf den Körper soweit er funktioniert und soweit er einen voran bringt. Ja, habt sogar richtiges Vertrauen in ihn. Sogenanntes Selbstvertrauen. Aber das ist ein anderes Thema ;)

Zurück zum Thema: Der wichtige Punkt - jetzt kommt der Bogen zu oben - ist, dass man sich bewusst macht, dass der eigene Körper jederzeit, immer und überall "ausfallen" könnte, komplett oder hoffentlich nur zum Teil. Und dieses Wissen "Es kann jederzeit alles kommen" verleitet einen doch zu dem Punkt: Mach´s einfach jetzt! Weil woher weißt du, dass du vielleicht in 5 Minuten schon keinen Bock mehr darauf hast oder dass in einem Tag dein linkes Bein abgefallen ist und dann ist nichts mehr mit Marathon oder Beine pumpen im Fitnessstudio (okay höchstens das Rechte dann noch). Das zweite Beispiel ist natürlich komplett überspitzt dargestellt, aber es geht mir - mal wieder - um´s Prinzip.

 

Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass dir in den nächsten 5 Minuten, 2 Stunden oder 3 Monaten etwas Schlimmes zustößt, sodass du nicht mehr das tun kannst, was du gerne würdest, ist sehr gering. Dieses Risiko sollte man sich nichts desto trotz vor Augen führen.

Aber worauf ich hinaus will sind die kleinen Risiken im Leben. Das kleine Risiko morgen Schnupfen zu haben und schon ist die Kondition für einen lockeren 5km-Lauf dahin. Das kleine Risiko in 10 Sekunden keinen Bock mehr zu haben auf diese blöde Steuererklärung. Das kleine Risiko in einer Stunde keine Lust mehr zu haben das durchzulesen, was man eigentlich durchlesen müsste, weil man weiß, dass es einem hilft, einen weiter bringt und so weiter und so fort.

Jaaaa, das sind die Dilemma des Alltags.

 

Und was hilft hier? Genau!

Einfach machen.

 

Und wie schafft man das? Genau!

Sich vor Augen führen, dass der physische und geistige Körper jeden Moment ganz anders drauf sein könnte.

Sich vor Augen führen, dass nichts, aber rein gar nichts statisch ist in diesem Leben, diesem einen Universum. Nein, alles verändert sich und ist dynamisch.

 

Verlasst euch auf nichts im Leben. Nicht einmal auf euren eigenen Körper. Tut dies nur so lange bis er euch verarscht und sagt: "Hehe, jetzt hab ich keinen Bock mehr. Hättest du nur einmal vor 5 Minuten angefangen dein Leben zu verändern.". Und genau auf diesen Moment solltet ihr gefasst sein und sagen: "Okay, so ist das nun mal. Es hat sich eben was geändert jetzt. Und das war in dem Fall die Motivation. Doch ich weiß, dass es so kommen kann und deswegen ist es nichts, was mich aus der Ruhe und meinem inneren Gleichgewicht bringen kann.". Damit wisst ihr, dass nichts statisch ist und ihr deswegen manchmal direkt die Initiative ergreifen solltet bevor sie hinwegdynamisiert ist.

 

Und genau das ist der Schlusssatz:

Denkt jetzt nicht erst 5 Minuten über das da oben nach, sondern fangt einfach direkt damit an euch unabhängig von euch selber zu machen und noch viel wichtiger: Macht euch unabhängig von all diesem Scheiß da draußen, denn ihr braucht diesen ganzen Unsinn da draußen nicht, um glücklich zu sein!

 

P.S.: Sich vor Augen zu führen, dass nichts statisch ist im Leben (dem Universum!), ist natürlich nur ein Punkt, um zur richtigen Einstellung zu kommen. Weitere Artikel zu diesem Thema werden also folgen.

 

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