Die drei Naturelle der Menschen

March 8, 2019

 

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Jeder Mensch ist anders

Dass nicht alle Menschen gleich sind, ist im Grunde allen klar. Aber doch vergessen wir im Alltag und im Eifer des Gefechts häufig, dass wir nicht alle gleich ticken. Oft wird dann über einen Kamm geschert und die Dinge werden vereinfacht. Doch woher kommt eigentlich der Unterschied zwischen den Menschen? Warum funktioniert bei dem einen Menschen das Prinzip A super und bei einem anderen Menschen das Prinzip A so überhaupt nicht? Heute berichte ich euch über ein Thema, von dem ich bis vor einem halben Jahr kaum selbst etwas wusste. Seit ich jedoch von diesem Thema weiß sind mir einige Dinge bewusst geworden und es fällt mir leichter mich und andere Menschen zu verstehen. Wovon spreche ich? Von den 3 Naturellen der Menschen.

 

Anderes Naturelle = andere Bedürfnisse

Insgesamt gibt es 3 Naturelle: Das Ernährungsnaturelle, das Bewegungsnaturelle und das Empfindungsnaturelle. Die Naturelle machen ihren Namen alle Ehren. So kann kurz zusammengefasst werden, dass das Ernährungsnaturelle meist etwas wohl genährter ist, dass das Bewegungsnaturelle die Bewegung liebt und das Empfindungsnaturelle eher ein sensibles Lebewesen ist. Doch das sind bei weitem nicht alle Eigenschaften und auch keines der Naturelle kann nur auf diese Eigenschaften heruntergebrochen werden! Bevor ich mit den Eigenschaften der Naturelle fortfahre, ist es wichtig für dich zu wissen, dass in jedem Menschen alle Naturelle stecken! Bei manchen Menschen ist jedoch das eine Naturelle mehr ausgebildet als das andere Naturelle. Dass du dich zwischen zwei Naturellen befindest oder alle drei Naturelle in dir gleich stark ausgeprägt sind, ist selbstverständlich ebenso möglich. Naturelle sind Veranlagungen in dir. Deshalb solltest du deine Naturelle besser kennenlernen, akzeptieren und mit diesem lernen umzugehen. Du solltest sozusagen wissen was deinem Naturelle, deinem Körper und vor allem dir gut tut. Denn wenn du weißt wer du bist und wenn du deine Bedürfnisse kennst, weißt du wie deine Bedürfnisse befriedigen und glücklich werden kannst. Nun aber zurück zu den ungefähren Wesenszügen der Naturelle:

  • Das Ernährungsnaturelle: Es hat eine eher dicke, aber auch weiche Haut und sein Haar ist kräftig und unter Umständen gewellt. Weiterhin setzt sich das Aussehen so zusammen, dass das Gesicht eher rundlich und der Hals kurz ist. Der Körper ist insgesamt groß und kräftig. Bezüglich der Ernährung verhält es sich beim Ernährungsnaturelle so, dass es eher fettige und robuste Nahrung mag. Die Verdauung der Ernährungsnaturells ist langsam und es neigt zur Fettleibigkeit. Um etwas zur Psyche zu sagen, kann erwähnt werden, dass das Ernährungsnaturelle eine große Ausdauer zeigt, wenn es einmal mit etwas angefangen hat. Es ist eher der entspannte und ruhige Typ und geht Dinge in sachlicher Weise an. Auf ein Ernährungsnaturelle kann man sich verlassen. Seine Bedürfnisse sind es die Ruhe und das Leben zu genießen.

  • Das Bewegungsnaturelle: Auch das Bewegungsnaturelle hat einen eher großen und kräftigen Körper, der Körperbau ist dagegen eher athletisch. Das bedeutet, dass das Bewegungsnaturelle einen muskulösen Körper hat und sich dementsprechend auch gerne viel bewegt. Doch nicht nur physisch, sondern auch im Geiste möchte es viel bewegen und vieles in seinem Leben umsetzen. Das Gesicht zeigt einen eher schmalen Kopf und kann eine markante Nase aufweisen. Die Ernährung für ein Bewegungsnaturelle sollte fest und kräftig sein, um den ständigen Hunger und Durst des Naturells zu stillen. Um zur Psyche des Bewegungsnaturells zu kommen, kann gesagt werden, dass es sich um extrovertierte Persönlichkeiten handelt, die gerne ihre Meinung durchsetzen möchten. Bewegungsnaturelle sind stark auf ihre Ziele fokussiert und möchte die ganze Zeit am besten etwas tun und Dynamik in ihr Leben bringen. Negativ zu vermerken ist, dass das Bewegungsnaturelle leichter zu Stress neigt und schneller gereizt ist. Seine Bedürfnisse sind Action im Leben, das Umsetzen von Dingen, das Betreiben von Sport und das Erleben der Natur.

  • Das Empfindungsnaturelle: Die Haut des Empfindungsnaturells ist eher zart und so setzt sich auch der Körper zusammen. Er ist fein und zierlich und das Gesicht hat große Augen und ist in die Länge gezogen. Die Haare sind dünn. Das Essverhalten des Empfindungsnaturells ist eher unregelmäßig und so auch seine Verdauung. Ebenso die Psyche ist wechselhaft, was bedeutet, dass ein Empfindungsnaturelle eher launisch ist. Jedoch lässt sich ein Empfindungsnaturelle leicht begeistern von etwas und fasst neues Wissen schnell auf. Selbst hat das Empfindungsnaturelle viele Ideen, die Umsetzung fällt ihm jedoch schwer. Die Ernährung eines Empfindungsnaturells setzt sich eher aus leichtem Essen zusammen, es legt mehr wert auf gute Düfte und das bewusste Wahrnehmen des Essens einer Speise. Die Bedürfnisse des Empfindungsnaturells sind im allgemeinen Kultur und Kunst. Es besucht gerne einmal ein Theater oder ein Museum. Das Empfindungsnaturelle ist immer auf der Suche nach neuen Dingen im Leben, die es kennenlernen und erleben kann.

Ihr seht schon: So ein Naturell hat viele verschiedene Eigenschaften und sich zu 100% nur mit einem Naturell zu identifizieren könnte schwierig werden. In den allermeisten Fällen hat unser Körper mindestens noch ein paar Eigenschaften von einem zweiten Naturelle in sich. Und wenn du alle drei Naturelle zu einem bestimmten Teil in dir wieder findest, ist das auch nicht schlimm! Wichtig ist nur, dass du dir selbst bewusst wirst, zu welchem Naturelle du mehr neigst und wie entsprechend deine körperlichen und psychischen Eigenschaften sind. Denn dann lernst du besser mit dir selbst umzugehen und bei anstehenden Herausforderungen weißt du bereits im Vorfeld wie dein Naturelle auf die jeweilige Situation reagieren wird und wie du damit umgehen kannst. Das mit dir und deinem Naturelle-Mix ist kein Gegeneinander, sondern ein Miteinander. Versuche die dir gegebene Veranlagung, sprich dein Naturelle, für dich zu nutzen. Das machst du ganz konkret, indem du dich in deinen eigenen Stärken weiter stärkst und deine Schwächen geschickt umgehst. Machen wir ein Beispiel: Du bist zu einem ausgeprägten Teil ein Ernährungsnaturelle, jedoch steckt auch ein bisschen Bewegungsnaturelle in dir. Das heißt, dass gutes Essen für dich eine gewisse Bedeutung hat und du auch gerne viel davon zu dir nimmst. Nun weißt du aber auch, dass nur Essen und sonst wenig tun sich langfristig eher schlecht auf deine Gesundheit niederschlägt. Bei einem Urlaub mit Freunden möchte die eine Hälfte der Mannschaft lieber in ein Museum gehen und die andere Hälfte hat sich eine Wanderroute ausgesucht. Bei welchen Vorhaben möchtest du dabei sein? Wir nehmen an, dass der Empfindungsnaturelle in dir kaum ausgeprägt ist. Das Interesse an Kultur ist folglich nicht hoch bei dir. Und auch wenn Bewegung nicht unbedingt zu deinen absoluten Lieblingsaktivitäten gehört, wählst du lieber das Vorhaben des Wanderns. Hier findest du ein bisschen Ausgleich zu deinem ausgeprägten Essverhalten und aufgrund deines Bewegungsnaturells in dir befriedigst du gleichzeitig das Bedürfnis nach etwas Natur.

 

Kenne auch dein Umfeld!

Super toll, jetzt weißt du wer du selbst bist und in jeder Lebenssituation – egal, ob es um große oder kleine Entscheidungen geht – kannst du deinen Weg so wählen, um ihn für dich passend und Glück bringend zu gestalten. Nun, so schnell geht das natürlich nicht. Ein paar Wochen oder Monate wird es schon dauern bis sich dir selbst herauskristallisiert welche Naturelle zu welchen Anteilen in dir stecken. Lass uns trotzdem zum nächsten Punkt kommen: dein Umfeld. Es ist nicht nur wichtig dich selbst, sondern auch dein Umfeld zu kennen. Deine Partnerin oder deinen Partner, deine Familie, deine Freunde, deine Arbeitskollegen oder deine Nachbarn – alle diese Menschen haben jeweils ebenso wie du ganz individuelle Naturelle. Und wenn dir etwas daran liegt ein harmonisches Umfeld um dich herum zu schaffen, ist es zu empfehlen, dass du auch deren Naturelle kennst. Denn durch das Kennen ihrer Naturelle kannst du besser abschätzen was ihre Interessen sein könnten und eventuellen Interessenskonflikten aus dem Weg gehen. Weiterhin bist du auch toleranter gegenüber deinen Mitmenschen und gehst mit mehr Leichtigkeit und letztendlich auch mit mehr persönlichem Erfolg durch´s Leben!

 

Fazit

Was mir nun noch wichtig ist an dieser Stelle festzuhalten, ist Folgendes: Verstecke dich nicht hinter deinem Naturelle und verwende deine Naturelle nicht als Ausrede! Stehe zu deinem Naturelle und definiere ganz klar für dich selbst was du machen willst und was nicht. Vielleicht bist du für etwas „nicht der Typ“, sprich dein Naturelle kann diese eine Sache gewöhnlicherweise nicht so gut wie ein anderes Naturelle. Das ist aber noch lange keine Ausrede diese bestimmte Sache nicht einmal auszuprobieren, um zu sehen wie das Ganze bei dir funktioniert. Gerne kannst du deine Erwartungen etwas zurückschrauben – halte dich aus diesem Grund aber bitte niemals klein und denke bitte niemals von vornherein, dass du etwas nicht schaffen kannst! Dadurch limitierst du dich nur selbst und das wäre nicht der Sinn der Sache. Wenn es nicht funktioniert hat, ist das in Ordnung und du kannst einen Haken an diese Sache setzen. Aber bitte verstecke dich niemals im Vorherein hinter deinem Naturelle und sage „Das kann ich nicht!“. Vielleicht schlummert ja doch noch irgendwo ein Anteil von einem anderen Naturelle in dir und hast es bisher nicht herausgefunden. Um dieses herauszufinden ist es niemals zu spät im Leben. Und ja, das sage ich mit meinen jungen 23 Jahren und möchte, dass sich dies jeder, der das liest, zu Herzen nimmt! Und jetzt wünsche ich dir ganz viel Erfolg bei der Findung deines Naturells oder deiner Naturelle und denke immer daran: Gib den Dingen Zeit und bleibe dran, denn „Great things take time!“.

 

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