Der Doppler-Effekt mal anders

March 15, 2019

 

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Keine Angst, es geht nicht um Physik

Der Doppler-Effekt: Jeder kennt ihn, aber keiner versteht ihn so richtig. Gemeint ist natürlich der physikalische Doppler-Effekt. Ein Krankenwagen kommt näher und entfernt sich wieder und die Frequenz der Sirene scheint sich auf merkwürdige Weise zu verändern. Dieser Effekt lässt sich durch den physikalischen Doppler-Effekt beschreiben. Sehr beeindruckend ist dieser Effekt jedoch nicht wie ich finde. Da ist der „Doppler-Effekt“, den ich dir heute beschreiben möchte, schon beeindruckender und hat viel stärkere Auswirkungen auf dein Leben. Doch um was geht es? Auch um Physik? Nein! Das ganz sicherlich nicht. Schließlich habe ich dir bereits in der Überschrift versprochen, dass es nicht um Physik geht! Es geht viel mehr um einen Effekt, der in sämtlichen Lebensbereichen auftritt und den du dir einmal vor Augen führen solltest!

 

Let´s start

Das Grundprinzip des nicht-physikalischen Doppler-Effekts ist Folgendes: In der Zeit, in der du „positive“ Dinge tust, kannst du keine „negative“ Dinge anrichten. Dadurch hast du einmal einen direkten Benefit durch die „positive“ Tat und einen indirekten Benefit durch die unterlassene „negative“ Tat. Die Annahme dabei ist, dass wenn du die positive Tat nicht getan hättest, du früher oder später die negative Tat ausgeführt hättest. Entsprechend hätte dir letztere einen Nachteil gebracht und daher hast du einen indirekten Benefit durch die positive Tat. Und nachdem es somit zwei Benefits (direkt und indirekt) für dich in deinem Leben gibt, nenne ich diesen Effekt „Doppler-Effekt“.

 

Beispiele!

Nun erscheint dir dieser Effekt vielleicht etwas abstrakt und wenig vorstellbar. Aus diesem Grund möchte ich dir ein paar Beispiele für den Doppler-Effekt im Alltag geben:

 

Beispiel 1: Du gehst heute nicht zum Sport und bleibst lieber bei dir zu Hause. Dort ruhst du dich ein bisschen aus und machst es dir vielleicht auf der Coach gemütlich. Und wie sich die Situation so ergibt greifst du zur nächst besten Chipspackung oder holst dir ein paar Süßigkeiten aus dem Schrank. Wärst du zum Sport gegangen, hätten sich folgende positive Effekte durch den Doppler-Effekt für dich ergeben:

  • Direkter Benefit: Der Sport hätte sich positiv auf deine Fitness, Beweglichkeit und Gesundheit ausgewirkt.

  • Indirekter Benefit: Durch den Sport wärst du nicht in die Versuchung gekommen etwas zu Naschen und durch das Ausbleiben ungesunder Ernährung wärst du etwas gesünder in deinem Lebensstil geblieben.

 

Beispiel 2: Die 10€, die am Ende des Monats auf deinem Standard-Girokonto übrig sind, legst du nicht zur Seite auf ein Extra-Konto, sondern lässt sie lieber auf deinem Standard-Girokonto liegen. Du denkst dir: „Ach, der kleine Betrag lohnt sich eh nicht und vielleicht kann ich das bisschen Geld nächsten Monat ja ganz gut gebrauchen.“ Gedacht, gesagt, getan: Nächsten Monat kaufst du dir eine Packung Sushi mehr, weil du ja noch 10€ übrig hast. In den nächsten Monaten verhält es sich ähnlich und so gibst du Monat für Monat das Geld, das du übrig hast, in den darauffolgenden Monaten immer wieder für Kleinigkeiten aus. Und auch hier möchte ich dir wieder zeigen welchen direkten und indirekten Benefit du gehabt hättest, wenn du jeden Monat durchschnittlich 10€ zur Seite gelegt hättest:

  • Direkter Benefit: Am Ende des Jahres hättest du 120€ gespart gehabt. Dieses Geld hättest du dazu verwenden können, um dir eine größere Sache zu kaufen – etwas, das du vielleicht wirklich gerne gehabt hättest. Oder du hättest das Geld sparen können, anlegen und für dich arbeiten lassen können.

  • Indirekter Benefit: Monat für Monat hättest du dich an einen Zustand gewöhnt, bei dem es normal ist, Geld zur Seite zu legen. Du hättest dich daran gewöhnt und in den nächsten Jahren hättest du durch diese Methode vielleicht noch mehr Geld sparen können, weil eine Gehaltserhöhung bei dir vor der Tür steht oder eine bisherige finanzielle Belastung bei dir wegfällt.

 

Beispiel 3: Du entscheidest dich heute nicht mehr an die frische Luft zu gehen, weil das Wetter schlecht ist und es regnet. Stattdessen bleibst du lieber im Arbeitszimmer sitzen und arbeitest noch einmal eine Stunde am Schreibtisch oder du bist kreativ und malst ein Bild. In beiden Fällen bleibst du am Tisch sitzen und bewegst dich eher weniger. Aus einem unbestimmten Grund kommst du bei deiner Arbeit oder bei deinem Kunstwerk nicht mehr weiter und hast eine Denkblockade. Und auch in diesem Fall möchte ich dir noch einmal die direkten und indirekten Effekte aufgrund des Doppler-Effekts aufzeigen:

  • Direkter Benefit: Wärst du an die frische Luft gegangen und hättest dich eine halbe Stunde bewegt, hättest du etwas für deine Gesundheit getan und hättest auch deine psychischen Kräfte wieder aufgefüllt. Völlig erfrischt und regeneriert hättest du dich effizienter als zuvor an deine Arbeit setzen können oder auf kreativere Art und Weise dein Kunstwerk zu Ende stellen können.

  • Indirekter Benefit: Wärst du an der frischen Luft gewesen, hättest du gar nicht die Chance gehabt noch einmal eine weitere Stunde in einer ungünstigen und ungesunden Haltung zu sitzen. Auch hättest du dich gar nicht über dich selbst ärgern können, weil eine Situation, bei der du nicht mehr denken kannst, gar nicht entstanden wäre.

 

Konjunktive machen unglücklich

Ich glaube so viele Konjunktive habe ich schon lange nicht mehr verwendet. Und warum? Weil Konjunktive wie „hätte, könnte, sollte, würde“ dich nicht weiter bringen in deinem Leben und dich nicht glücklich machen! So viele Menschen verwenden täglich tausendmal den Konjunktiv. Gehöre nicht zu diesen Menschen! Sage du machst etwas oder sage du lässt es bleiben. Und wenn du dich für ersteren Fall entscheidest, dann ziehe es auch wirklich durch. Als Motivation kannst du immer wieder an den (nicht-physikalischen) Doppler-Effekt denken und dir einmal für dich überlegen welche direkten und indirekten Benefits die jeweilige „positive“ Entscheidung für dich bringt. Aber auch das in den Kopf rufen der negativen Effekte, die Eintreten, wenn du die „positive“ Entscheidung nicht triffst, kann bewirken, dass du dich dazu bringst die Sache einfach durchzuziehen. Und damit sind wir schon am Ende des heutigen Blogartikels. Am besten lässt du dir den „Doppler-Effekt“ noch einmal für dich und dein Leben durch den Kopf gehen, um zu sehen, wo du Steigerungspotential besitzt. Ich wünsche dir viel Erfolg dabei!

 

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