Der Soll- und der Ist-Zustand

August 10, 2018

Nun ja, Soll und Ist. 

Das ist so eine Sache.

Die soll der ein oder andere wohl nicht verstehen. 

Oder hat der ein oder andere sie einfach noch nicht verstanden? 

 

Und darum geht es heute: Ich möchte euch den Unterschied zwischen Soll und Ist erklären und dabei darauf eingehen wie man am besten mit diesen beiden Zuständen, die es in allen Bereichen im Leben gibt, umgeht.

 

Schritt 1:

Zunächst einmal sollte man den IST-Zustand erfassen. Man sollte die Fähigkeit entwickeln den Zustand so wie er vorliegt zu erkennen und in seinen kompletten Ausmaßen zu realisieren. Denn es hat noch nie etwas genützt dem Soll-Zustand (also so wie die Dinge vielleicht hätten laufen sollen) hinterher zu trauern und nicht zu akzeptieren, dass es eben anders ist!

 

Schritt 2:

Und damit sind wir beim zweiten Punkt: Wenn der IST-Zustand erfasst wurde, also zum Beispiel "Meine Jahresbilanz von 2017 war negativ", dann muss ich akzeptieren, dass dies so ist und ich es nicht mehr ändern kann, da die Geschehnisse schlichtweg in der Vergangenheit liegen! Ich hatte also mehr Ausgaben als Einnahmen. Okay, passiert. Ist auch nicht weiter schlimm. Man sollte nun ehrlich zu sich selber sein und auch wirklich sagen: "Das ist so und das muss ich akzeptieren." Viele Menschen versuchen an dieser Stelle die Dinge zu leugnen. Doch das ist nichts anderes als sich selber zu belügen und Lügen haben bekanntlich kurze Beine. Früher oder später werde ich also am eigenen Leib erfahren, dass es absolut nichts nützt hat, dass ich mir damals eingeredet habe ich wäre mit einer positiven Bilanz aus 2017 gegangen (zum Beispiel durch fälschliches Minimieren der wirklichen Ausgaben).

 

Warum also diese Odyssee von "sich selber belügen", "unzufrieden sein sich selber belogen zu haben", "merken, dass die Wahrheit bald ans Licht kommt", "den Moment zu erfahren, an der die Wahrheit ans Licht kommt" und so weiter und so fort auf sich nehmen, wenn man doch gleich ehrlich zu sich sein kann und sich dadurch viel Zeit und Ärger erspart?

 

Schritt 3:

Nun, wir haben also den Ist-Zustand in seinem gesamten Ausmaß, seiner gesamten Größe erfasst und wir haben ihn auch akzeptiert und leugnen die Tatsachen nicht mehr.

 

Jetzt müssen wir versuchen damit umzugehen. Sprich: Wir suchen Erklärungen warum es nicht so gelaufen ist wie es hätte laufen sollen und leiten daraus sofort und 1 zu 1 eine Konsequenz für die Zukunft ab! Denn nur Sachen zu finden, die nicht gepasst haben und nichts daraus zu lernen, gleicht wohl eher einem Ausreden suchen und erneutem Zurückfallen in die Aussagen "Es ist doch gar nicht so wie es aussieht", "Ich bin doch gar nicht schuld" et cetera. Wir würden Tatsachen also erneut wieder nur leugnen.

 

Nein, wir wollen uns erklären was dazu führt oder dazu geführt hat, dass der Ist-Zustand vom Soll-Zustand soweit abweicht und im gleichen Zuge Konsequenzen für die Zukunft ableiten. Denn wir wollen besser werden!

 

Zusammenfassung:

Versucht niemals im Leben den Ist-Zustand zu leugnen. Denn er wird euch immer wieder einholen.

 

Ja, setzt euch Ziele, das ist der Soll-Zustand. Aber wenn ihr sie nicht erreicht, dann trauert diesen nicht hinterher, sondern erfasst den Ist-Zustand, akzeptiert ihn und versucht durch die zwei vorherigen Schritte Konsequenzen für die Zukunft abzuleiten!

 

Extra Tipp: Für den Fall, dass ihr in der Vergangenheit alles erreicht habt, was ihr erreichen wolltet, dann macht trotzdem Schritt 3 und notiert euch warum es denn so gut geklappt hat. Diese Erkenntnisse sind wichtig, um in der Zukunft weiterhin die bisherigen richtigen Schritte wieder und wieder anwenden zu können.

 

Optional:

Der Vergleich zwischen Ist- und Soll-Zustand lässt sich nicht nur bei hausgemachten Angelegenheiten betrachten. Nein! Er lässt sich bei ALLEM im Leben betrachten. Zum Beispiel in Supermarkt: Ihr denkt ihr kauft nur das was ihr auch kaufen wollt? Falsch, das ist vielleicht der Soll-Zustand. Aber der Ist-Zustand ist, dass ihr ständig durch Marketingstrategien dazu verleitet werdet etwas zu kaufen was ihr in dieser Form gar nicht benötigt. Vielleicht nicht bei jedem Einkauf, aber immer einmal wieder.

 

Es ist also vor allem wichtig den IST-Zustand zu erfassen. Wie der Zustand vielleicht sein sollte das weiß man oft gar nicht. Ja, es ist meist schon fast eine moralische Frage was sein soll. Aber der Zustand so wie er vorliegt (der Ist-Zustand) kann in jedem Fall immer erfasst werden, auch wenn es manchmal etwas mühseliger ist.

 

Warum ihr diese Mühe auf euch nehmen solltet?

 

Nun ja, zusammen mit dem Marketingspielchen aus dem Supermarkt kann ich das recht einfach erklären: Dadurch, dass ihr diesen Text nun fast zu Ende gelesen habt, wisst ihr, dass euer Unterbewusstsein durch geschickte Werbung an allen Ecken und Enden und schlau aufgeteilte Regale im Supermarkt - sagen wir - manipuliert wird. Okay, sehr gut! Ihr habt den Ist-Zustand erfasst! Nun folgt Schritt 2: Den Ist-Zustand akzeptieren. Ihr müsst akzeptieren, dass ihr nichts gegen diese subtile Manipulierung unternehmen könnt. Schritt 3: Mit dem Ist-Zustand umgehen. Okay, das Unterbewusstsein habe ich nicht in der Hand, aber doch sehr wohl mein Bewusstsein. Doch nur, wenn ich es auch verwende. Und das ist der Punkt!

 

Konsequenz: Das nächste Mal beim Einkaufen noch einmal bewusst darauf achten, ob ich das, was ich gerade aus dem Regal genommen habe, wirklich brauche. Und zwar von der Art des Artikels und auch von der Menge des Artikels her.

 

 

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