Zeitliche Trennung - DU hast es in der Hand

Aktualisiert: vor 6 Stunden



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Getrennt!

Nein, ich spreche in diesem Blogartikel nicht von der Lebensform für 2 Monate ein Paar zu sein, dann 2 Wochen getrennt und anschließend wieder für 2 Monate ein Paar zu sein. Ich spreche von zeitlicher Trennung im Sinne von ein Partner ist gerade räumlich nicht da, wo der andere Partner ist. Ach und bevor jemand ankommt: Egal wann ich „Partner“ schreibe, es sind damit im jedem Fall immer alle drei Geschlechter gemeint, es sei denn ich betone speziell ein Geschlecht! Diese Art von Trennung durften meine Freundin und ich circa die letzten 3 Wochen erleben, da sie sich in dieser Zeitspanne aus Ausbildungsgründen unter der Woche circa 2 Stunden Fahrzeit entfernt aufgehalten hat. Abends nicht gemeinsam zu Abend zu essen, nicht gemeinsam einzuschlafen, in der Früh nicht zusammen aufzustehen und zu frühstücken oder nachmittags keinen gemeinsamen Kaffee einzunehmen, alles Punkte, die wir als nicht besonders erfreulich wahrgenommen haben.


Wo liegt der Fokus?

„Where the focus goes the energy flows” – dieser weise Satz, bei dem ich nicht weiß von wem er ist, erklärt ziemlich genau wie mit so einer Situation umgegangen werden sollte. Natürlich hätten wir uns diese Nachteile zeitlicher (beziehungsweise örtlicher) Trennung täglich vor Augen führen können und sehnsüchtigst auf´s Wochenende hinfiebern können. Okay, Letzteres haben wir auch gemacht. Es war jede Woche eine große Vorfreude auf das Wochenende vorhanden, da man sich hier wieder gesehen hat. Was wir jedoch nicht getan haben: Uns jeden Tag in Selbstmitleid (oder sollte ich sagen „Beziehungsmitleid“) baden, übergossen von der Machtlosigkeit mit einem ordentlichen Schuss an Trauer wie schlimm doch unser Leben sei, weil wir uns einmal 5 Tage nicht sahen. Ja, der Abschied war mit Tränen verbunden und ja wir waren auch zwischendrin einmal traurig und haben uns gen abends einsam gefühlt. Natürlich kamen bei uns diese Gefühle auf. Das ist doch menschlich! Auch diese Gefühl nicht zu ignorieren, sondern zuzulassen und zu kommunizieren, war ein wichtiger Bestandteil der zeitlichen Trennung. Doch dann genug davon: Nun hieß es den Fokus auf das Positive zu setzen. Man war für sich alleine, konnte ungestört arbeiten (höchstens der Video-Chat kam dazwischen, hihi). Also, was gab es zu tun? Worauf wollte man seinen Fokus legen? Welche Aufgaben sollten abgearbeitet werden? Aber sich auch die Frage zu stellen „Hey, was tut mir gut?“, war essenziell für die richtige Stimmung. Was kann ich jetzt tun, was nur für mich ist? Was lässt mich mehr mit mir selbst verbinden? Wofür habe ich jetzt vielleicht gerade Zeit, was sonst etwas auf der Strecke geblieben ist? Gibt es vielleicht auch etwas aufzuarbeiten (beruflich wie privat)? Für all das gab es für uns beide in diesen Zeitspannen mehr Zeit, Raum und Energie. Und das war gut so.


Vorfreude und der Moment selbst

Aber auch im Hinblick auf das Ende der Arbeitswoche konnte sich bereits unter der Woche überlegt werden „Hey, wie wollen wir uns wiedersehen? Was wollen wir dann machen? Wie wollen wir uns begrüßen?“. Eines kann ich euch sagen: Wir haben an diesen Wochenenden teilweise Dinge getan, die wir noch nie oder schon lange nicht mehr gemacht haben. Ein positiver Effekt der zeitlichen Trennung also. Aber auch am Wochenende selbst, am Freitagnachmittag bereits war es wunderbar wieder vereint zu sein. Wir lernten unendlich dankbar dafür zu sein, beieinander zu sein, am Leben zu sein und gesund zu sein. Wir lernten die gemeinsamen Stunden und Minuten unserer Beziehung mehr zu schätzen. Summa summarum: Die zeitliche Trennung führte zu zahlreichen positiven Effekten, auf die es für uns den Fokus zu legen galt. Nachdem wir unsere Gefühle der Trauer und Einsamkeit überwunden hatten.


Ende

Und nein, auch wir konnten uns an dem ersten Sonntagnachmittag als wir uns für 5 Tage „Adieu“ sagen mussten, nicht vorstellen, dass 5 Tage so schnell herumgehen, wir so viel eben auch Positives aus der Situation herausziehen können und ich am Ende einen Blogartikel darüber schreibe. Meine Lieben: Eines steht fest, öfters benötige ich eine derartige zeitliche wie örtliche Trennung nicht! Ich liebe es mit meiner Freundin jeden Tag zusammenzuleben und die Herausforderungen des Lebens in intensiver Nähe miteinander anzugehen. Wichtig ist dieses Bedürfnis, diesen Wunsch, diese Vision vom Leben klar zu kommunizieren, damit von Anfang an klar ist, wohin der gemeinsame Weg gehen soll. Natürlich ist diese Kommunikation von beiden Seiten unerlässlich! Redet miteinander, setzt euch Ziele und kreiert das Leben, das ihr euch als Paar vorstellt. So schwierig es manch einmal auch scheinen mag, ich bleibe dabei: ES IST MÖGLICH!


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