Was ist das eigentliche Risiko beim Geld anlegen und investieren?

Aktualisiert: Juni 24


Im letzten Blogartikel berichtete ich darüber, dass wohl die einzige Möglichkeit sein gespartes Geld sinnvoll für die mittel- und langfristige Zukunft zu verwenden das Anlegen und Investieren ist.

Und nachdem mit Anlegen und Investieren nicht das Abschließen eines Sparbuchs mit gefühlten 0,0001% Zinsen oder dem Verwenden eins Tagesgeldkontos gemeint ist, sondern das Verwenden des Geldes für risikoreiche Anlagen, wird wohl nun manch einer kommen und sagen: „Also Geld an der Börse anlegen, das ist doch viel zu gefährlich. Da kann man nämlich alles verlieren. Deswegen lass lieber die Finger davon, denn das ist es echt nicht wert!“

Und deswegen möchte ich euch nun einmal erzählen was denn eigentlich dieses Risiko ist, von dem alle sprechen und worin es besteht. Und ich möchte euch erzählen was denn eigentlich so „gefährlich“ daran ist sein Geld in risikoreiche Anlagen anzulegen.

Nun ja, Risiko, was ist das eigentlich? Zumindest auf dem Aktienmarkt oder der Börse ist Risiko erst einmal die Eigenschaft eines Wertpapieres stark zu schwanken. Der Kurs geht hoch und runter und das eigene Geld (wenn in Besitz des Wertpapieres) wird mehr oder weniger. Und das mit anzuschauen – vor allem, wenn es nach unten geht – kann ziemlich nervenaufreibend sein. Auf dem Weg nach oben kommen die positiven Gefühle, letztendlich können wir festhalten: Dieses Spiel ist sehr durch Emotionen geprägt. Und wer möchte mit seinem Geld schon emotional umgehen? Kleiner Tipp: Das ist nicht so gut.

Und da ist doch schon das erste – und ich nehme es auch gleich vorweg – das größte Risiko! Juhu, wir haben ein Risiko entdeckt. Schon einmal von Vorteil, wenn man lernen möchte Risiken zu vermeiden. Deswegen beschreibe ich das Risiko noch einmal genauer: Bei der Anlage und dem Investieren des Geldes zu emotional zu werden und unüberlegt Käufe oder vor allem Verkäufe zu tätigen und damit einen möglichen Verlust an Geld zu realisieren. Das Risiko seid ihr also selber. Wenn ihr beim Thema Geld eure Emotionen und Gefühle nicht im Griff habt, dann ist das ein erhebliches Risiko!

Führen wir das Thema Risiko weiter: Schließlich ist der emotionale Privatanleger ja wohl kaum selber daran schuld, dass die Kurse fallen und Unternehmen pleitegehen und nun ein riesiger finanzieller Verlust für diesen entsteht. Im Einzelnen nicht, in der Gruppendynamik sicherlich zum Teil schon, aber das ist ein anderes Thema. Denn: Es gibt tatsächlich noch andere Risiken. Zum Beispiel das Pleitegehen eines Unternehmens, weil es sich mit seinen Ausgaben verkalkuliert hat. Blöd, wenn jemand die Aktie von diesem Unternehmen hatte, aber kein Weltuntergang. Weltuntergangsstimmung gibt es dagegen, wenn einmal wieder eine Finanzkrise oder Weltwirtschaftskrise droht beziehungsweise die Welt sich gerade mitten drinnen befindet. Alle Kurse fallen, alle verlieren ihr Geld und man möchte meinen – hört man auf die üblichen plakativen Investmentberichte und Nachrichten – die Welt wäre für immer verloren und dieses Mal sei es nun aber wirklich so weit: Die Kurse werden alle fallen bis sie auf null sind! Puuuuh, das nennt sich dann wohl das Systemrisiko. Ja, jeder ist Opfer dieses Risikos und jedes System hat ein Risiko und das ist nun einmal unvermeidlich. Jedoch: Mit Systemrisiko ist nicht gemeint, dass die Kurse wirklich alle auf null fallen und nie mehr steigen (denn das ist doch etwas zu unrealistisch), sondern dass die Kurse in einer Zeitspanne von mehreren Jahren nur auf dem Abwärtsweg sein können und dass es Jahre dauert bis sich „der Markt wieder erholt hat“.

Nun gut, diese Risiken gibt es also. Natürlich gibt es noch ein paar mehr, die aber jetzt nicht relevant sind (zum Beispiel ein Währungsrisiko).

Wir halten fest: Bei der Geldanlage, die mehr als 0,0001% Rendite pro Jahr abwerfen soll, gibt es Risiken und das größte dabei ist die eigene Person mit all ihren Gefühlen und Emotionen. Wir halten außerdem fest: Es gibt noch andere Risiken und – das verrate ich euch jetzt – diese können durch die richtige Strategie vermieden werden (zumindest zu einem sehr sehr großen Anteil). Was die richtige Strategie ist das Klären wir an einer anderen Stelle. Nun möchte ich abschließend noch einmal den Bogen zu unserem größten Risiko spannen: Dem menschlichen emotionalen/nicht rationalen Handeln.

Was meint irrationales Handeln? Das Ausführen unüberlegter Taten und das damit verbundene Abweichen von der richtigen Strategie.

Diese Aussage wird später einmal noch sehr relevant. Nun halten wir abschließend und endgültig fest: Bei der Geldanlage seid ihr selbst und nichts anderes auf der Welt euer größtes Risiko!

Ähnliche Artikel:

Was fange ich mit meinem gesparten Geld an?

Je früher, desto besser

Anlegen und Investieren - aber wie?

Ohne Risiko keine Rendite

Der Spar-Weltmeister und Investitions-Verlierer

Deine Oma war eine bessere Investorin

13 Ansichten
Informationen
 
Services
 
Gib uns eine Bewertung!
 
Wie gefällt dir unsere Website?Gefällt mir nichtNicht so tollGutSuperSpitze!Wie gefällt dir unsere Website?

KruegerCompany 2020