Warum hast du Muskelkater?



Für den dazugehörigen Podcast HIER klicken! (siehe "KW41 - ...")


Wozu gehörst du?

Zu welcher Art von Menschen mit Muskelkatern gehörst du? Gehörst du eher zu dieser Gruppe, die einmal eine für Sie ungewöhnliche sportliche Betätigung ausüben und als Folge dessen einen starken Muskelkater bekommen, oder gehörst du zu dieser Gruppe von Menschen, die beim Sport ständig am Ball bleiben, es jedoch schaffen durch immer wieder erneute Veränderungen an Ihrem Training, kontinuierlich einen Muskelkater zu erzeugen? Meiner Meinung nach gibt es unter all den Menschen, die Muskelkater besitzen, nur diese zwei Gruppen. Sicherlich gehört jeder Mensch mal zu der einen und mal zu der anderen Gruppe, jedoch finde ich es entscheidend zu welcher Gruppe man zu einem Großteil der Zeit gehört.


"Muskelkater erzeugen"?

Ja habe ich denn wirklich davon geschrieben, dass die zweite Gruppe bewusst ihren Muskelkater immer wieder erzeugen würde? Ja, das habe ich. Erstens, weil ich mich selbst zu dieser Gruppe dazuzähle und zweitens, weil ich viele Menschen kenne, die es so machen. Wenn du bisher vielleicht eher zu der von mir oben beschriebenen ersteren Gruppe gehörst, fragst du dich nun vielleicht "Warum sollte ich so etwas tun?". Zuerst einmal also: Ungefragt, es gibt die zweitere Gruppe. Und meiner Meinung nach versucht diese Gruppe immer wieder auf´s Neue einen Muskelkater zu bekommen, um ihre Muskeln aufzubauen. Denn, was ist notwendig, dass sich der Körper dafür entscheidet deine Muskeln wachsen zu lassen? Dazu ist es notwendig, dass dein Körper bemerkt, dass du anscheinend nicht stark genug warst. Du hast also eine Belastung hinter dir und diese Belastung hat dazu geführt, das viele kleine Risse in deinen Muskeln entstehen. Dies ist übrigens die grobe leihenhafte Umschreibung von Muskelkater. Was also denkt dein Körper? "Oh nein, die Belastung war so groß, dass sie bewirkt hat, dass meine Muskeln 'gerissen' sind. Für das nächste Mal muss ich gewappnet sein und aus diesem Grund muss ich nun stärkere Muskeln aufbauen". Und tschaka, deine Muskeln wachsen (vorausgesetzt du gibst ihnen die Zeit dafür, die richtigen Bedingungen etc., das soll jetzt aber hier nicht das Thema sein).


Die Denke und die Crux

Für die erste Gruppe von Menschen wird die Folge dieser Überbelastung der eigenen Muskeln dann häufig als unangenehmer Muskelkater wahrgenommen, gepaart mit dem Vorhaben "Boah, diesen Sport/diese Belastung möchte ich so nicht mehr machen, davon bekomme ich ja nur Muskelkater". Schade eigentlich, der Körper hat in diesem Moment doch schon alles unternommen, um in Zukunft besser für diese Art von Belastung gewappnet zu sein. Das ist also die Denke von ersteren Menschen. Gleichzeitig wird diese Tatsache, dass der Körper sich für zukünftige ähnliche Belastungen nun wappnet, zur Crux für die zweite Gruppe von Menschen. Schon lustig, oder? Egal, lass uns weiterdenken. Warum ist das die Crux für die zweitere Gruppe? Nun ja, nehmen wir einmal an der Körper hat sich nun an diese Belastung gewöhnt. Wird das nächste Mal also der Körper wieder genauso belastet, hast du vielleicht noch ein oder zwei Mal Muskelkater, jedoch dann irgendwann weiß der Körper aber wirklich Bescheid, was auf ihn zukommt und wird dafür gewappnet sein. So war ja schließlich auch das Ziel. Also alles paletti? Nein! Denn wenn du nun weitertrainierst, gleicht das Training eher einer normal Alltagsbelastung, die dein Körper schon kennt. Und was wird da nicht passieren? Richtig, es wird kein Muskelkater mehr geben. Und was wird als Folge somit auch nicht passieren? Richtig, deine Muskeln werden nicht mehr weiterwachsen. Das Training ist damit erst einmal dahin und der ursprüngliche Sinn und Zweck des Trainings durch den eigenen Körper ausgehebelt, denn dein Training führt zu keinem Wachstum mehr für dich. Schon gemein, dein eigener Körper hat dich ausgehebelt. Doch nun stelle ich dir eine Frage: Bist du oder dein Körper intelligenter?


Be smart

Okay, also etwas Jugendsprache muss sein, sei smart! Oder in anderen Worten: Sei du das intelligente Wesen. Was bedeutet das? Ja natürlich, ich habe es im Grunde im ersten Absatz bereits geschrieben. Du änderst dein Training so ab, dass dein Körper diese Art von Belastung so noch nicht kennt. Natürlich wirst du bei den verschiedensten Übungen, auf die du stößt und die du in unterschiedlicher Häufigkeit und Intensität ausführen wirst, immer wieder die gleichen Muskeln beanspruchen. Jedoch beansprucht du sie eben auf eine unterschiedliche Weise. Du darfst dir also selbst einen Rhythmus überlegen, nach dem du dein Training immer wieder abänderst. Und weißt du wann genau dieser Zeitpunkt ist, dass es Zeit ist, dass du dein Training abänderst? Weißt du, woran du diesen Punkt erkennst? Du erkennst ihn schlichtweg daran, dass du dich bei deinem Training so richtig wohlfühlst, dass es wie von selbst geht dein Training, dass es sich leicht anfühlt und natürlich, dass du in den Stunden/Tagen nach deinem Training keinen Muskelkater hast. Hast du keinen Muskelkater, machst du etwas grundlegend verkehrt. Klar, gibt es ultraschnelle Regenerationen, diese gilt es auch anzustreben. Doch wenn dein Muskel nie gereizt wurde, sprich nie seine Komfortzone verlassen hat, wird dieser auch keinen Grund sehen, warum er wachsen sollte. Ein bisschen wie bei dir selbst, oder?


Welche Gruppe nun?

Aber okay, ich gebe es zu ein wenig vom Thema abgekommen zu sein, das kennt ihr ja schon von mir. Die Frage, die ich zu Beginn in den Raum stellte, war doch "Zu welcher Gruppe gehörst du beziehungsweise willst du gehören?". Und deswegen möchte ich dir nun für deine Beantwortung noch ein paar Gedanken mitgeben. Entscheidend ist doch immer zuerst einmal, was du eigentlich willst. Weißt du das? Wenn ja, bist du schon weiter als, ich denke, 95% der Menschen. Als zweiten Schritt darfst du dir nun einmal ganz klar und logisch überlegen, ob es dazu hilfreicher ist, mehr zur ersteren oder mehr zur zweiteren Gruppe von Menschen mit Muskelkatern zu gehören. Beispiel: Person A möchte richtig gut im Tennis werden. Sie hat gemerkt, dass sie dazu einen starken rechten Arm benötigt, um den Ball zu richtig schnell über das Netz schießen zu können. Nun hat Person A sich zudem noch langfristige Gedanken gemacht und sich überlegt, dass ein vergleichbar starker linker Arm langfristig doch auch ganz schön wäre, da eine Dysbalance nicht so schön aussieht und vermutlich auch nicht gesund ist. Als Folge dessen trainiert Person A nun regelmäßig ihren linken und ihren rechten Arm, indem sie ihr Training immer wieder anpasst, damit sich Ihr Körper nicht zu stark an dieses gewöhnt, um kontinuierlich einen Muskelkater zu erzeugen. Anderes Beispiel: Person B ist ein sehr neugieriger Mensch und sehr sportbegeistert. Person B interessiert sich immer wieder für neue Sportarten und übt diese natürlich auch aus. Da sie jedoch in einer Sportart so richtig gut werden möchte, sieht sie dieses Betreiben der verschiedensten Sportarten als notwendig an, um herauszufinden, welcher Art von Sport ihr überhaupt am meisten Spaß macht und ihr auch am meisten liegt. Sie hat also immer wieder verschiedenste Muskelkater in ihrem Körper, da der Körper sich nicht an eine Belastung gewöhnen kann, da die Belastungen in zu kurzer Zeit zu stark variieren.


Fazit

Du siehst also, verschiedene Menschen gehören zu den verschiedenen beiden Gruppen. Nun meinte ich noch zu Beginn, dass ich es entscheidend fände, zu welcher Gruppe von Menschen, die Muskelkater haben, man zu einem Großteil gehört. Okay, ich gebe zu, dass ich hier stark davon ausgegangen bin, dass Menschen das ähnliche große Ziel besitzen wie ich: Auch in einem hohen Alter noch sehr fit und gesund zu sein. Aber nein, nicht jedem ist das wirklich wichtig. Und das ist auch in Ordnung so. Gehörst du jedoch zu diesen Menschen, denen dieses Ziel sehr wichtig ist, kann ich dir nur empfehlen, dass du häufiger zur zweiteren Gruppe von Menschen gehörst. Denn diese Menschen trainieren effizient und auch mit langfristiger Wirkung ihren Körper und nehmen damit einen bewussten Einfluss auf ihren Zustand in 10, 20, 30 oder X Jahren. Ich wünsche dir viel Spaß beim Herausfinden, was du eigentlich willst und natürlich auch viel Spaß, wenn dein nächster Muskelkater mal wieder so richtig einschlägt.


Ähnliche Artikel:

Was gehört alles zu Sport?

Artgerechte Haltung für den Zweibeiner

3 Ansichten
Informationen
 
Services
 
Gib uns eine Bewertung!
 
Wie gefällt dir unsere Website?Gefällt mir nichtNicht so tollGutSuperSpitze!Wie gefällt dir unsere Website?

KruegerCompany 2020