Vorsicht vor Synchronarbeit!

Aktualisiert: vor 3 Tagen



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Healthy habits

Du willst gesund sein, ein Leben lang? Dann gilt es für dich – im weitesten Sinne – gesunde Gewohnheiten zu etablieren. Eine gesunde Gewohnheit ist es zum Beispiel sich zu einer Zeit auf nur eine Sache zu fokussieren. Dinge nicht gleichzeitig zu tun, sondern 100% präsent bei dem zu sein, was du gerade tust, ist sicherlich ein Erfolgs- und damit auch Gesundheitsfaktor. Doch handele ich folglich jedes Mal, wenn ich 2 "Dinge"/Tätigkeiten zur gleichen Zeit ausübe, ungesund und erfolgslos? Jedes Mal sicherlich nicht. Denn die Welt ist nicht 0 und 1. Sie ist alles, was sich dazwischen abspielt.


Das bedeutet?

So, was bedeutet dies nun: Es gilt herauszufinden in welchen Momenten die von mir so genannte "Synchronarbeit" sinnvoll, förderlich und gesund ist. Wann also macht es Sinn, zwei Tätigkeiten zur gleichen Zeit auszuführen? Ein Leitprinzip lässt sich sicherlich als allererstes festhalten: Nur eine der beiden Tätigkeiten darf stark energieziehend sein. Die andere Tätigkeit muss sozusagen "so dahin laufen". Ein Beispiel kenne ich von mir: Als Werkstudent übe ich manch einmal monotone Tätigkeiten aus, die nur einen sehr geringen Anteil meiner kreativen Denkfähigkeit benötigen. Es handelt sich sozusagen um mehr oder weniger "copy and paste"-Aufgaben, bei deren Ausführung ich aufgrund der Gewohnheit diese konkreten Schritte zu tun nicht mehr wirklich mitdenken muss. Nebenbei höre ich dann zu meiner Unterhaltung Musik oder zur Fortbildung einen Podcast. Geht eine der beiden Tätigkeiten "wie von selbst" kann es jedoch auch andersherum sein. Ein weiteres Beispiel aus meinem Leben: Zu Beginn meines Studiums hatte ich einen Job bei einer kunststoffverarbeitenden Firma. Bedeutete, dass ich ca. alle 30 Sekunden die Maschine für ca. 10 Sekunden "bedienen" musste. Das Bedienen belief sich 8 Stunden am Tag auf dieselben drei einfachen Tätigkeiten: Maschine öffnen, Teil herausnehmen, Maschine schließen. Man könnte also denken, dass ich diesen Ablauf nach ein paar Durchläufen wie im Schlaf hätte können müssen und somit währenddessen meine Gedanken auf etwas anderes hätte fokussieren können. Doch dem war nicht so. So war es nicht gefährlich meine Gedanken auf ein anderes Thema zu lenken, jedoch wurde ich dann bei meiner eigentlichen Tätigkeit deutlich langsamer. Da ich das nicht wollte, galt es für mich einen Kompromiss aus der immer gleich ablaufenden körperlichen Betätigung und dem Nachdenken über für mich relevanten Themen zu finden. Es folgte ein bewusstes Trainieren für ca. 30 Sekunden die Gedanken auf ein für mich relevantes Thema zu lenken und anschließend für ca. 10 Sekunden wieder im Hier und Jetzt präsent zu sein und die körperliche Tätigkeit auszuführen. Nimmt man es genau, handelt es sich hierbei nicht um Synchronarbeit, sondern mehr um eine Art "Wechselarbeit". Aber ich denke du weißt, worauf ich mit diesem Beispiel hinauswollte.


Es kommt darauf an!

Es kommt also ganz stark auf die Situation beziehungsweise die jeweiligen beiden Tätigkeiten an. Und es kommt darauf an, ob du die Bereitschaft mitbringst eine gewisse Form von Synchronarbeit auszuprobieren. Ich empfehle dir: Teste es aus! Nur so findest Du heraus, ob sich zwei Tätigkeiten zur gleichen Zeit ausführen lassen. Lass mich nun zu einem 2. Leitsatz kommen: Keine der beiden Tätigkeiten darf stark energieziehend sein, beide erfordern eine nur geringe Präsenz deinerseits. Zum Beispiel ist dies beim Kochen dir bereits bekannter Speisen und dem gleichzeitigen Hören von Musik oder eines Podcasts der Fall. Da dir die Speise bereits bekannt ist, ist es für dich nicht allzu schwierig dir dein Essen zuzubereiten. Zur gleichen Zeit hörst du für dich entspannende Musik oder einen Podcast, der dich geistig nicht zu sehr fordert. Im Endeffekt: Probiere es aus!


Woran erkenne ich, dass…?

Woran erkenne ich, dass mir Synchronarbeit nicht gut tut? Woran erkenne ich, dass Synchronarbeit ungesund für mich ist? Woran erkenne ich, dass Synchronarbeit für mich erfolgsverhindernd ist? Fragen über Fragen. Die Antwort: Hast du während dem Ausführen von Synchronarbeit das Gefühl gedanklich ständig hin und her springen zu müssen, lass die Synchronarbeit sein! Der Sinn von Synchronarbeit ist nicht, zu trainieren sekündlich gedanklich zwischen zwei intensiven Themen hin und her zu springen. Denn dafür ist dein Gehirn schlichtweg nicht gemacht! Auch, wenn du dich innerhalb von wenigen Minuten bereits sehr beansprucht fühlst, ist dies ein Zeichen für nicht sinnvolle Synchronarbeit. Anders gesagt: Achte auf dein Gefühl. Wie fühlst du dich während der Synchronarbeit? Wie fühlst du dich nach der Synchronarbeit? Fühlst du dich besonders unruhig? Hast du das Gefühl, etwas unfertig zurückgelassen zu haben? Ich für mich merke, dass ich in Momenten von nicht sinnvoller Synchronarbeit anschließend unentspannt und etwas "hibbelig" bin. Zum Beispiel habe ich gemerkt, dass gleichzeitiges Essen und am Laptop arbeiten oder etwas (Anspruchsvolles) anzuhören, mir in den allermeisten Fällen nicht gut tut. Will ich eine Arbeit am Laptop unbedingt fertig bekommen und bin hier rauf richtig fanatisch, habe währenddessen jedoch mehr und mehr Hunger, tut es mir extrem gut die Arbeit zu Ende zu stellen und nebenbei zu essen. Doch wie gesagt: Dies ist bei mir die Ausnahme, da ich weiß, dass es mir gut tut und wichtig für meine Gesundheit ist, beim Essen präsent zu sein, um meine Nahrung bewusst mit all meinen Sinnen wahrzunehmen und sie zu 100% zu genießen. Ich entscheide mich dann bewusst für Gesundheit und bewusst gegen Produktivität. Ist beides möglich, nehme ich das gerne an und tue es. Falls nicht, entscheide ich mich lieber für meine Gesundheit.


Fazit

Im Endeffekt ist es wie immer: Du musst für dich entscheiden, wann du dich bewusst für Synchronarbeit entscheidest und wann nicht. Das Wichtige dabei: Das BEWUSST entscheiden. Lass die Synchronarbeit nicht über dich geschehen, lasse sie nicht als ein Produkt von Stress im Alltag zu! Nutze sie, um produktiver, gesünder und glücklicher in deinem Leben zu werden. Du hast es in der Hand!


P.S.: Diesen Blogartikel habe ich per Spracherkennung geschrieben während ich auf der Akupressurmatte lag. Eine für mich produktive, gesunde und mich glücklich machende Form von Synchronarbeit.


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