Der Schmerz kommt bestimmt



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On the road again

Heute gibt es ihn wieder: Den Blogartikel im Textformat. Nachdem ich ja letzte Woche einfach keine Lust mehr hatte am Freitag noch einen Blogartikel zu schreiben, habe ich kurzerhand den Blogartikel als Video aufgenommen und als IGTV auf Instagram hochgeladen. Dort ging es um die sportlichen beziehungsweise gesundheitlichen Weisheiten eines 79-jährigen. Und auch heute soll es wieder um Gesundheit und wie wichtig Bewegung hierfür ist, gehen. Dieses Mal jedoch wieder im altbekannten – wie du vermutlich bereits gemerkt hast – Textformat.


Das Alter

Eine weit verbreitete Meinung (und das sind immer die gefährlichsten, da sie irgendwann nicht mehr hinterfragt werden) ist ja, dass sich der eigene gesundheitliche Zustand mit dem Alter zunehmend verschlechtert. Ja, wenn du jetzt auf die Barrikaden gehst, darfst du diesen Glaubenssatz einmal hinterfragen. Ich kann nur für mich sprechen: Ich habe inzwischen so viel „mitbekommen“, dass ich diesen Satz so nicht mehr ganz glauben kann. Klar, irgendwann im Leben ist es vorbei. Vielleicht kann man sich irgendwann einfrieren, hunderte Jahre später wieder auftauen lassen und lebt dann auf einem jungen Körper weiter – wer weiß das schon. Aber darum soll es nicht gehen. Es soll auch nicht darum gehen, dass du mit 99 Jahren doch noch einen genauso fitten und gesunden Körper haben kannst, wie mit 0,003 Jahren (= du bist circa einen Tag alt). Denn ganz ehrlich: In den 99 Jahren altert dein Körper sicherlich. Und das ist auch nicht schlimm. Das ist Natur. Die Frage ist doch ganz einfach, wie du dich mit 99 Jahren noch fühlst. Deine subjektive Wahrnehmung ist das Entscheidende! Okay, aber es tut mir leid, es soll auch nicht um deine subjektive Wahrnehmung gehen.


Worum es geht

Es soll darum gehen, dass eines Tages sicherlich der ein oder andere Schmerz kommen wird. Vielleicht früher, vielleicht später. Vielleicht in Form einer Verletzung, vielleicht in Form einer Krankheit. Vielleicht intensiver, vielleicht weniger stark. Es gibt wohl kaum einen Menschen, der durch das Leben geht, ohne je einen körperlichen Schmerz verspürt zu haben. Gut, also von diesen ganzen „Kinkerlitzchen“, die im Alltag auftreten, reden wir nun nicht (Zehen angehauen, mit dem Messer geschnitten, blauen Flecken geholt etc.). Nein, ich spreche von den Schmerzen, die bei den meisten Menschen im „Alter“ kommen. Hier ein Ziehen, da ein Stechen, eventuell der Ausbruch von Erbkrankheiten et cetera. Ja, da kann so Einiges kommen im Alter, schaut man sich einmal nur sein Umfeld an. Und nun stelle ich, frech wie ich doch immer bin, folgende These auf: Der Schmerz wird kommen, ganz bestimmt. Doch du kannst entscheiden, WANN der Schmerz kommt! Ob er dich früher oder später im Leben trifft. Was ist deine intuitive Antwort auf die Frage „Wann soll der Schmerz bei dir kommen?“? Ganz klar: Erst später! Liege ich richtig? Siehst du und da liegt meiner Meinung nach der Fehler. Nun kommen wir auf das zu sprechen um was er mir im Blogartikel geht.


Eingemachtes

Also, ich behaupte das Ziel ist, dass „der Schmerz“ bereits früher kommt. Zugegeben, ich spreche hier nicht von den jeweils gleichen Schmerzen! Den einen Schmerz, den wir jetzt bereits angesprochen hatten, war der, der im Alter kommt, weil gewisse Krankheiten ausbrechen, die Knochen vielleicht „spröde“ werden etc. Der andere Schmerz (und das ist der, den du bewusst schon recht früh im Leben hervorrufen kannst), von dem ich spreche, ist der Schmerz beim Sport. Schmerz beim Sport? „Nö, also ich hatte noch nie Schmerzen beim Sport“ – okay, das ist auch gut so! Ich meine natürlich nur die gesunde Form vom Schmerz beim Sport, die darfst du dir bewusst in jungen Jahren zuführen. Bewusst die Bänder überdehnen oder die Knochen brechen empfehle ich nicht, das sollte klar sein. Nein, ich meine natürlich Schmerzen, wie einen Muskelkater, eine gereizte Haut, eine Schürfwunde, das Gefühl der absoluten Erschöpfung oder ein paar drückende Stellen an deinen Zehen, weil du es im Boulderschuh wieder einmal übertrieben hast. Okay, verzeihe mir das Abschweifen zum Bouldern. Worauf ich hinaus will: All das sind gesunde Formen von Schmerz. In solchen Momenten fühlst du dich nicht super angenehm und alles ist schön. Du verlässt nun einmal deine Komfortzone in solchen Momenten und hast vielleicht auch einmal ein ungutes Gefühl. Aber weißt du was? Das ist gut so! Probiere dich aus im Sport. Habe keine Hemmungen deinen Leidenschaften in Sachen Bewegung nachzugehen. Gib Gas. Dein Körper wird dich lieben dafür.


Die andere Seite

Okay, man kann auch übertreiben. Entweder wie ich manch einmal in meinen Blogartikeln oder eben auch beim Sport. Was ich im vorherigen Absatz NICHT sagen wollte: Übertreibe maßlos und arbeite deinen Körper bei ständiger unnatürlicher Überbelastung herunter. Und da steckt jetzt viel drinnen: 1. Du sollst deinen Körper nicht ständig belasten und 2. du sollst ihn nicht auf unnatürliche Weise belasten. Simple as that: Hast du Muskelkater gönne deinem Körper Ruhezeiten, gesundes Essen, aktive Erholung (z.B. lockeres Joggen, Spazieren etc. – je nach Belastung im Vorfeld) und vor allem Eines…gesunde Gedanken! Denke, wie jemand, der es verdient hat so richtig fit und gesund zu sein, jemand, der das auch wirklich will, jemand, der bis ins hohe Alter gesund sein möchte, stelle dir das doch einmal vor! Okay, ich schweife schon wieder ab. Regeneration ist also wichtig. Der zweite Punkt: Auf natürliche Weise belasten. Wie sieht es da in deiner Sportart aus? Was für Bewegungen machst du? Sind die gesund? Hast du die richtige Technik? Welche Bewegungen solltest du mit deinem Körper schlichtweg nicht machen, weil sie deinem Körper nicht gut tun? Unterschätze niemals die Technik! Und was zudem für eine natürliche Gesamtbelastung für deinen Körper wichtig ist: Hältst du die verschiedenen Bereiche beim Sport im Gleichgewicht? Sprich achtest du auf eine gesunde Mischung aus Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit, Stabilität und Koordination? Oder trainierst du nur einen dieser Bereiche? Fragen über Fragen über Fragen. Ich weiß, diese ganzen Fragen können einen überwältigen. Und aus diesem Grund solltest du immer Stückchen für Stückchen vorangehen. Sei stolz auf jeden kleinen Schritt, den du gehst (ja, tatsächlich für jeden SCHRITT! Sei doch einmal dankbar dafür, dass du gehen kannst, wenn dem so ist!). Führe dir deine Erfolge immer wieder vor Augen. Machen dir wirklich einmal Gedanken, was denn deine Erfolge sind. Und dann gehe wieder einen Schritt weiter. Warum solltest du das tun? Nun ja, das musst du mit dir klären. Warum überhaupt das Ganze? „Warum mache ich das? Warum quäle ich mich so?“.


Fazit

Stelle dir diese Fragen in Ruhe. Ich tue es, weil ich 120 Jahre alt werden will und in diesem Alter noch so fit und gesund sein möchte, dass ich herumtollen kann, meine Träume realisieren kann und mich nie etwas so einschränkt, dass es mir nahe geht und mich krank macht. Es ist ein Prinzip, das sich selbst erhält: Ich bleibe gesund, arbeite aktiv daran, um gesund zu bleiben und aus diesem Grund bleibe ich auch gesund. Philosophische Wort zum Ende…aber Stopp, das Ende ist es noch nicht. Was ich noch einmal zusammenfassend sagen möchte, weil ich denke, dass das noch nicht so deutlich herüberkam, wie ich es gerne hätte, dass es herüberkommt: Entscheide dich im Hier und Jetzt bewusst dafür in den gesunden Schmerz zu gehen und beuge damit einer riesengroßen Menge an ungesundem Schmerz im Alter vor. Bewegung ist nur der eine Aspekt hierfür. Doch damit möchte ich, dass du heute startest. Ich sage nicht, dass du dadurch nie wieder krank wirst! Aber besser als die Version deiner Selbst, die nichts für ihren Körper getan hast, bist du allemal dran! Viel besser aus meiner Sicht. Also: Wann willst du den Schmerz spüren? Jetzt oder in 50 Jahren? Schiebe es nicht auf, denn der Schmerz kommt bestimmt.


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