Deine Oma war eine bessere Investorin

Aktualisiert: Juni 23



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Früher war nicht alles besser, aber das Sparverhalten der Oma eben doch!

Ich bilde mir ein bereits neulich betont zu haben, dass ich kein Fan davon bin, dass „früher alles besser“ war. Diese Meinung vertrete ich auch weiterhin. Trotzdem muss ich heute wieder einmal zum Rundumschlag ausholen, denn ganz ehrlich: WAS IST MIT EUREM SPARVERHALTEN PASSIERT???


Mein Eindruck

Und nein, natürlich möchte ich hier nie eine Person persönlich kritisieren, aber wenn sich einer von euch dort draußen im Folgenden wiedererkennt, dann darf er sich gerne angesprochen fühlen! Mir scheint es, dass sich heutzutage gekauft wird, wonach gerade der Sinn steht. Schlicht weg nach Lust und Laune wird gekauft. Ob man sich das leisten kann? Wen juckt´s?? Schließlich lässt sich doch heutzutage eh alles finanzieren und zurückzahlen muss man manch einmal sogar schon weniger als man sich geliehen hat. Im Gegensatz dazu hat meine Oma mir immer gelehrt Dinge immer erst zu kaufen, wenn ich sie mir leisten kann. Direkt bar auf die Kralle des Verkäufers muss ich fähig sein das Geld aufzubringen. Keine fünffach um die Ecke gedachten Finanzierungen und „Finanzierungsmodelle für ein besseres Leben“ müssen dahinter stehen. Nein, früher wurde – zumindest in meiner Familie – gekauft, wenn das Geld dafür da war. Und eine Sache sage ich gleich, meine lieben Leser: Wenn jetzt einer um die Ecke kommt und sagt „Deine Großeltern haben bestimmt gut verdient – die konnten das ja so machen“, dann kann ich nur entgegnen „Stimmt bedingt!“, denn meine Großeltern waren sicherlich finanziell nicht schlecht gestellt, das für den eigenen Geldbeutel langfristig positive Kaufverhalten besaßen sie jedoch nicht aus diesem Grund, sondern aufgrund ihres Moneymindsets!


„Zeiten haben sich geändert“

Okay, gimme some more! „Zeiten haben sich geändert“, ja? Stimmt. Zeiten ändern sich immer. Wäre traurig, wenn nicht. Aber das ist doch keine Erklärung dafür, dass du dir dein Auto finanzieren, dein Zweitwagen leasen, eine Handyversicherung abschließen, für die neue Waschmaschine einen Privatkredit aufnehmen und für den Urlaub auf Ibiza Geld von deiner Oma leihen musst! NEIN! Geliehenes Geld für reinen Konsum macht keinen Sinn – es sei denn du möchtest langfristig finanziell abhängig werden. Lass mich dir mal erklären, warum dies so ist. Denn schließlich wirst du nun als Argument anbringen, dass häufig ja weniger Geld zurückgezahlt werden muss als sich geliehen wurde. Ja, aber es muss zurückgezahlt werden. Das heißt, dass der Zeitpunkt, an dem du das Geld blechen musst, lediglich auf der Zeitachse in die Zukunft geschoben wird. Das heißt jedoch noch lange nicht, dass du in Zukunft fähig sein wirst das Geld aufzubringen, das du jetzt nicht fähig bist aufzubringen! Stimmt´s? Stimmt. Keiner garantiert dir, dass du in einem Jahr 1000€ hast, um die Schulden bei deiner Bank abzubezahlen! Keiner garantiert dir das! Auf der anderen Seite gehst du aber sicher davon aus, denn schließlich leihst du dir das Geld ja aus und gibst es für eine Sache aus, die dir das Geld nie wieder einbringen wird. Futsch, weg ist es. Und ja, es ist geil Geld auszugeben für Konsum. Mega ist das! Eigenes Geld für den eigenen Konsum auszugeben, weil man weiß, dass man es sich verdient hat.


Verdient!

Und weißt du wie der Zeitpunkt definiert ist, bei dem du es dir verdient hast 1000€ auszugeben? Das ist genau der Moment, bei dem du auf deinem Girokonto 1000€ oder mehr als SALDO siehst. Und sonst NIE! Und das ist der Grund warum deine Oma eine bessere Investorin war als du es warst. Sie hat ihr Geld vielleicht nicht in Aktien, Rohstoffe, Immobilien et cetera investiert, wie man dies zu einem gewissen Teil tun sollte, aber sie hat immerhin diesen Moment abgewartet als sie die 1000€ auf ihrem Girokonto sehen konnte. Und DANN hat sie diese ausgegeben. Sie hat nicht nach fadenscheinigen Ausreden gesucht, wie „Ja ich arbeite ja auch so hart, da darf ich mir ja auch einmal etwas gönnen“ und damit gemeint, dass sie sich gleich das neue Phone per monatlichem 50€-Vertrag holen wird. Und ja, auch das ist Leben auf Pump! Teure Handys per Vertrag zu „kaufen“.


Gewohnheiten

Am Ende trifft sich alles dort oben in deinem Kopf wieder. Dort treffen sich all die Momente, in denen du dich entschieden hast das teurere Angebot, die teurere Dienstleistung zu wählen und mehr auszugeben als du besitzt, wieder und einer von ihnen wird sagen: „Naja also das haben wir ja jetzt schon immer so gemacht, also können wir das doch jetzt so weitermachen – nicht wahr?“ Und all die anderen Momente werden sagen: „Ja genau, da hast du Recht“. Und kein Moment wird existieren und sagen: „Nein wartet mal, wir könnten doch jetzt erst einmal Geld zur Seite legen, sodass wir nicht immer abhängig von den Rückzahlraten sind“. Kein Moment wird sagen: „Wenn wir jetzt das Geld sparen, trainieren wir uns damit Selbstdisziplin. Wir werden lernen nachhaltiger und vernünftiger mit Geld umzugehen. Wir werden es mehr bewusst genießen Geld auszugeben. Wir werden den wahren Wert der Dinge wieder mehr zu schätzen wissen.“. Keiner wird das sagen. Und du bist dafür verantwortlich, weil du in deinem Leben solche Momente nie kreiert hast. Du warst nicht der Schöpfer für dein Wunschleben!


WUNSCHLEBEN!

Aber bitte, jedem das Seine sage ich immer. Was ich mir für diese Welt jedoch mehr wünsche, ist: Dass Menschen ehrlicher zu SICH SELBST sind. Dass Menschen einmal inne halten und sich fragen, was sie eigentlich wirklich wollen. Und dass Menschen nicht nach schnellen und einfachen Lösungen suchen. Ich wünsche mir, dass Menschen darauf vertrauen, dass sich langfristige Taten immer auszahlen. Das ist mein Wunschleben. Was ist Deines?


P.S.: Sich Geld zu leihen ist generell nichts Verkehrtes. Jedes korrekt geführte Unternehmen tut dies. Aber immer nur dann, wenn es weiß, dass es dadurch einen „Return on Invest“ erhält, also mit hoher Wahrscheinlichkeit eine verbundene „Rückzahlung“ plus „Zinsen“ bekommt. Und jetzt mal ganz ehrlich: Glaubst du dein geleastes Auto zahlt dir mehr Geld zurück als das Zugticket?


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