Das Lifestyle-Update 2.0

Aktualisiert: vor 6 Stunden




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Zufälle

Schon lustig, genau gestern habe ich in Jack Canfields „How To Get From Where You Are To Where You Want To Be” gelesen, wie wichtig Feedback ist. Und genau gestern Abend habe ich eines meiner größten Feedbacks erhalten. Wir waren beim Paten meiner Freundin im Garten gesessen, schöne Lagerfeuerstimmung. Ihr Pate sitzt seit knapp 30 Jahren im Rollstuhl, damals vom Dach gefallen, von 6 Meter Höhe wurde mir erzählt. Und ich? Ich kann viel von ihm lernen. Das habe ich die letzten Wochen bereits gemerkt. Gestern Abend dann noch mehr. Er erzählte davon, wie es die ersten Wochen und Monate nach seinem Unfall war. Von jetzt auf gleich ändert sich alles. Auch die Gedanken im Kopf. „Plötzlich“ denkt man ganz anders über das Leben. Plötzlich in Anführungszeichen, weil diese Veränderung der Denkweise natürlich auch ihre Zeit braucht. Eben genau deswegen, weil sich der körperliche Zustand so schlagartig ändert, beginnt ein Umdenken im Kopf. Doch dieses braucht Zeit bis es hinterherkommt. Soweit zumindest das, was ich mitgenommen habe.


Dankbar

Für mich war es dann schwer zu sagen, dass ich „ihn verstehen kann“, denn seine Situation damals und jetzt kann ich sicherlich nicht nachfühlen. Sicherlich nicht. Doch ich wollte ihm mitteilen, dass ich weiß, was er meint. Wie ihr vielleicht wisst bin ich vor inzwischen 8 Wochen (heute ist der 13. Juni 2020) beim Bouldern vom Vordach gefallen und habe mir dabei meinen linken Arm gebrochen. Ich meinte, dass es mir in dem Sinne ähnlich ging, dass mich die plötzlich „starke“ (recht relativ, was stark ist…) körperliche Einschränkung psychisch ziemlich fertig machte. Gott bewahre, ich wusste, dass diese Einschränkung mein Leben die nächsten Wochen und Monate beeinflussen wird, aber aller Wahrscheinlichkeit nach nicht mein gesamtes Leben! Eine komplett andere Situation als bei ihm also. In diesem Moment wollte ich folglich nichts anderes erreichen als meine Gedanken dazu zu teilen und von meinen Erfahrungen zu berichten. Und das war gut. Und warum war das gut? Weil er aufgrund dessen zu mir meinte, dass er nicht wüsste, ob ich einen derart starken Einschnitt in meinem Leben mitmachen, respektive überleben, würde. Denn ich sei ein sehr kopflastiger Mensch, und zwar in dem Sinne, dass ich mir für alles einen Plan machte und diesen Plan unbedingt immer durchziehen wollen würde. Und diese Art Sturheit würde mich irgendwann noch komplett aus dem Leben werfen. Und wisst ihr was? Er hat recht. In den Tagen und Wochen nach meinem Sturz fragte ich mich immer wieder „What´s the opportunity that this is?“ (auch aus Jack Canfield). In den Stories und Posts auf Instagram meinte ich dann, dass ich mir „bewusster geworden sei“. Aber was ist mir denn bewusst geworden? Inzwischen weiß ich: Ich bin ein Planungsfreak. Wenn nicht immer alles genau so aufgeht, wie ich mir das wünsche, dann drehe ich durch. Wirklich.


Wie es wirklich ist

Ja okay, vielleicht habe ich das gerade etwas sehr hart ausgedrückt. Aber vielleicht einfach deswegen, damit ich das selbst auch wirklich einmal verstehe. Im Grunde weiß ich das eigentlich schon länger und tatsächlich sage ich mir schon länger, dass ich hiervon wegkommen möchte. Das Scrum-Seminar letztes Jahr im Oktober hat mich hier viel gelehrt. Und nun der Sturz, das Feedback des Paten meiner Freundin. Ja, es ist schön davon noch einmal zu hören. Es ist schön ehrliche Worte zu hören. Meine Lieben, ich habe große Pläne. Nein, ich habe große Träume. Für mich, für meine Familie, aber auch für uns als Gesellschaft. Ich träume von einer Gesellschaft, in der die Menschen mehr Eigenverantwortung übernehmen, in der Schule Bildung erhalten, mit der sie fähig sind eigenverantwortlich handeln zu können und eine Gesellschaft, in der die Menschen ihre wahre Bestimmung leben und sich ihr Leben so kreieren, wie sie sich das vorstellen. Bin ich der einzige, der so träumt? Träume ich verrückt? Cool, wenn es so wäre, denn „die Verrückten verändern die Welt“ (habe ich mal gehört…). Aber zurück zum eigentlichen Thema: Feedback und meine Schwäche der destruktiven Verbissenheit. Ja, ich kann sehr verbissen sein. Doch was extrem wichtig ist, wenn ich meine derart großen Träume zur Realität werden lassen möchte, ist: Ich darf und MUSS meinen PLAN immer wieder ANPASSEN. Wenn ich merke es geht hier nicht weiter, das funktioniert SO NICHT, dann darf ich mir einen neuen Plan machen. Das ist nicht schlimm. Es ist dann etwas eingetreten, das mir das Universum sagen möchte. Es möchte mir sagen mach so und so weiter, nicht so wie bisher. Und ja, vielleicht möchte es mir manch einmal sogar sagen, dass ich meine Träume und Ziele überdenken sollte. Passen sie noch zu dem, was ich mir vom Leben erwarte? Oder muss ich auch sie anpassen?


Fazit

Meine Learnings sind damit: 1. Sei unendlich dankbar für Feedback, 2. Halte nicht krampfhaft an deinem bereits toten Plan fest und 3. Passe deine Pläne und gerne auch Ziele immer wieder an, sodass sie jederzeit dein wahrstes innerstes Ich ausdrücken und dich deine Pläne deine Ziele auch wirklich erreichen lassen. Das hat nichts mit fehlender Ausdauer zu tun, nein erzählt mir bitte nichts von fehlender Ausdauer. Wie oft habe ich Dinge durchgezogen. Es hat vielmehr mit dem ehrlich zu sich selbst sein zu tun. Das dürfen wir alle viel mehr lernen.


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